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TU Berlin

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Challenging Inequities in Health and Health Care (CHeC)

Hintergrund

Zahlreiche Studien weisen darauf hin, dass Personen mit niedrigem sozioökonomischem Status häufig auch gesundheitlich benachteiligt sind. Auch bezüglich der Inanspruchnahme gesundheitlicher Versorgung zeigen sich sozial bedingte Ungleichheiten. Trotz der breiten empirischen Basis besteht weiterhin Forschungsbedarf hinsichtlich der Entwicklungen der gesundheitlichen Ungleichheiten und ihrer Determinanten über die Zeit. Bezüglich der sozioökonomischen Benachteiligung bei gesundheitlicher Versorgung ist noch weitgehend ungeklärt, inwieweit Ungleichheiten in der Inanspruchnahme durch Ungleichheiten im Zugang zu Leistungen erklärt werden können. Hier bedarf es Untersuchungen, die über die reine Betrachtung der Inanspruchnahme von Versorgungs- und Vorsorgeleistungen hinausgehen und sich mit der direkten Messung des Zugangs auseinandersetzen. Die BMBF-Nachwuchsgruppe widmet sich der Beantwortung dieser offenen Fragen, um das Verständnis für die Ursachen sozial bedingter Ungleichheiten in Gesundheit und Gesundheitsversorgung zu verbessern. Zur BMBF-Nachwuchsgruppe gehören Leonie Sundmacher, Martin Siegel und Verena Vogt.

 

  • Leitung/ Konzeption der BMBF-Nachwuchsgruppe CheC
    Leonie Sundmacher 
  • Mitarbeiter in der BMBF-Nachwuchsgruppe CHeC
    Martin Siegel und Verena Vogt
  • Studentische Mitarbeiter
    Katarina Witzheller und Benjamin Voigt

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Ziele

Das übergreifende Ziel ist eine umfassende Berichterstattung zu Ausmaß und Ursachen gesundheitlicher Ungleichheit. Informationen über bestehende Ungleichheiten in Gesundheit und der gesundheitlichen Versorgung werden gesammelt und systematisch analysiert. Die Ergebnisse werden in nachvollziehbare Kennzahlen zusammengefasst. Diese sollen politischen Entscheidungsträgern als empirische Basis für die Entwicklung von Strategien zur Verringerung von Ungleichheiten im Gesundheitswesen sowie zur Verbesserung des Zugangs zur gesundheitlichen Versorgung  dienen. Insbesondere befasst sich die Nachwuchsgruppe mit den folgenden aufgeführten Teilprojekten:

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A: Längsschnittanalysen zu einkommensbedingten gesundheitlichen Ungleichheiten

Teilprojekt A untersucht anhand von Längsschnittanalysen mögliche Veränderungen der gesundheitlichen Ungleichheit und ihrer Zusammensetzung im Zeitverlauf. In der ersten Studie wurde gezeigt, dass die einkommensbezogenen gesundheitliche Ungleichheit vor Allem zwischen 2005 und 2007 deutlich zugenommen hat, und dass die Erklärungskraft von Einkommen, Arbeitslosigkeit und Bildung deutlich zugenommen hat (zur Veröffentlichung). Die Studie wird zum Teil in Zusammenarbeit mit dem EvaluateCareCVD Projekt durchgeführt.

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B: Determinanten von Ungleichheiten in der Bevölkerungsgesundheit

Im Teilprojekt B wird der Einfluss von Versorgungsleistungen auf diverse Indikatoren zur Messung der Bevölkerungsgesundheit untersucht. Erste Untersuchungen beziehen sich auf vermeidbare Sterbefälle und ambulant-sensitive Krankenhausfälle. Anhand von Panelregressionen wird der Einfluss von Versorgungsleistungen und sozioökonomischen Ungleichheiten auf vermeidbare Sterbefälle und ambulant-sensitive Krankenhausfälle über die Zeit untersucht. In diesem Teilprojekt wird auch die Definitionen für ambulant-sensitive Krankenhausfälle und vermeidbare Sterbefälle überprüft und gegebenenfalls verfeinert.

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C: Ungleichheiten in Gesundheit und Responsiveness in der ambulanten Versorgung

Die Realisierung des Teilprojekts C erfolgt in enger Kooperation mit dem Responsiveness Projekt (RAC) und konzentriert sich auf den ambulanten Sektor. Die Beziehung zwischen Responsiveness auf individueller Ebene und gesundheitlichen Unterschieden bzw. einkommensbezogenen Ungleichheiten wird mithilfe hierarchischer Modelle untersucht. Die beobachtete Ungleichheit wird anhand der regressionsbasierten Dekomposition in die Beiträge der erklärenden Faktoren zerlegt. Die Forderung der "gleichwertigen Versorgungsqualität für alle" – gleiche fachliche Qualitätsstandards und als annehmbar erachtete Versorgung für jeden Patienten – ist hier zentraler Bestandteil.

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D: Untersuchung von Ungleichheiten im Zugang zu medizinischen Leistungen

In Teil D werden Ungleichheiten im Zugang zu medizinischen Behandlungen im ambulanten und stationären Sektor analysiert. Darüber hinaus werden in Zusammenarbeit mit dem Projekt EMSiG Ungleichheiten im Zugang zum vorklinischen ärztlichen Notfalldienst untersucht. Die Untersuchungen basieren auf dem Konzept der horizontalen Gerechtigkeit: unabhängig  ihrer sozialen und ökonomischen Charakteristika sollen alle Individuen mit gleichem Behandlungsbedarf den gleichen Zugang zu Versorgungsleistungen haben.

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Teil E: Reduktion von Ungleichheiten durch Telemedizin

Teil E beschäftigt sich in Kooperation mit dem EvaluateTelemedicine Projekt mit den Möglichkeiten, einkommensbezogene Ungleichheiten in Gesundheit durch den Einsatz von Telemedizin zu reduzieren. Dabei soll mittels einer kontrollierten klinischen Studie untersucht werden, in wie weit telemedizinische Betreuung durch einen besseren Zugang zu Versorgungsleistungen und eine Stärkung der Compliance Ungleichheiten in Gesundheit reduzieren kann.

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Verena Vogt
+49 30 314 26933
Sekretariat H80
Raum H8166

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