Inhalt des Dokuments
Modul „Praxis des Krankenhaus- und Qualitätsmanagements“ von Prof. Mansky
22.04.2013: „Wir möchten Sie auf das Lehrangebot des „Fachgebiets Strukturentwicklung und Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen“ von Prof. Mansky hinweisen: http://www.seqmgw.tu-berlin.de/menue/studium_und_lehre/modul_im_ws_ss/
Das Modul „Praxis des Krankenhaus- und Qualitätsmanagements“ beginnt am 29. April 2013. Interessenten sind herzlich willkommen. Weitere Informationen erhalten Sie von Anne Hoffmann (Tel.: 314-29805, anne.hoffmann.2@tu-berlin.de).“
“Into the future with the Health Data Navigator”: Final EuroREACH Conference
16.04.2013: On May 16-17, 2013, this conference in Vienna presents and discusses the findings of the EuroREACH project and the Health Data Navigator, a toolbox and a digitized compendium for researchers and policy-makers. The Health Data Navigator provides a conceptual framework and validated information about available data sources for improved performance assessment and comparative health systems research. For more information click here.
Anmeldungen: Praxisseminar Krankenhausmanagement
Anmeldungen für das Blockseminar in Kooperation mit der Charité am 31.05.2013 und 07.06.2013 sind noch bis zum 26.04.2013 möglich. Bitte melden Sie sich im Sekretariat oder bei C. Henschke an.
Neu veröffentlicht: Latvia Health System Review
25.03.2013: Zusammen mit Kollegen aus Lettland hat Dr. med. Wilm Quentin, wiss. Mitarbeiter am Fachgebiet Management im Gesundheitswesen der TU Berlin, gerade einen neuen HiT (Health Systems in Transition) Gesundheitssystem-Bericht über Lettland veröffentlicht. HiT Gesundheitssystem-Berichte werden vom European Observatory on Health Systems and Policies herausgegeben. Alle Berichte werden auf den Webseiten des European Observatory öffentlich zugänglich gemacht (www.healthobservatory.eu).
Das Observatory ist eine Partnerschaft zwischen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Regionalbüro für Europa, den Regierungen von Belgien, Finnland, Irland, den Niederlanden, Norwegen, Slowenien, Spanien und Schweden, der Region Venetien in Italien, der Europäischen Kommission, der Europäischen Investitionsbank, der Weltbank, UNCAM (französischer Verband der nationalen Krankenkassen), der London School of Economics (LSE) und der London School of Hygiene & Tropical Medicine (LSHTM). Das Fachgebiet Management im Gesundheitswesen ist einer der Forschungsstandpunkte des European Observatory.
Das lettische Gesundheitswesen wird über Steuern finanziert und bietet der gesamten Bevölkerung Zugang zu einem Basis-Paket an Gesundheitsleistungen. Allerdings werden die Patienten finanziell stark belastet durch hohe Zuzahlungen bei der Inanspruchnahme von Leistungen und durch direkte Zahlungen für nicht abgedeckte Leistungen (viele Medikamente und Zahnbehandlungen). Die Finanzkrise der letzten Jahre stellte die Regierung vor große Herausforderungen, da sie versuchen musste zu verhindern, dass sich der Gesundheitszustand der Bevölkerung verschlechtert. Gleichzeitig wurden wichtige Reformen auf den Weg gebracht: zunehmend werden Leistungen ambulant und nicht mehr stationär im Krankenhaus erbracht; und arme Bevölkerungsgruppen werden durch ein soziales Netz besser vor den negativen Folgen der hohen finanziellen Belastung geschützt. Der Mangel an finanziellen Ressourcen stellt für das Gesundheitswesen insgesamt weiterhin die größte Herausforderung dar. Eine Erhöhung der öffentlichen Ausgaben in den nächsten Jahren erscheint unausweichlich, um eine angemessene Finanzierung des Gesundheitswesens zu gewährleisten.
3. Preis beim Berliner Gesundheitspreis 2013 für das Berliner Herzinfarktregister e.V. (BHiR)
21.03.2013: Das Berliner Herzinfarktregister e.V. (BHiR) konnte sich für den dritten Platz des Berliner Gesundheitspreises 2013 qualifizieren. Dass Herzinfarktpatienten nach internationalen Leitlinien behandelt werden, das ist das Anliegen des Berliner Herzinfarktregisters. Für diese Arbeit des Werbens für eine leitliniengerechte Stroke-Therapie zeichnete sie der Vorstandsvorsitzende der AOK Nordost, Frank Michalak, aus. Besonders betonte er in seiner Festrede, dass sich auch jenseits von staatlicher Förderung allein durch das Engagement von Ärzten und Krankenhäusern Wissenstransfer und praktische Umsetzung realisieren lassen.
MiG-Jubiläumsjahr erfolgreich abgeschlossen
10.01.2013: Im Jahr 2012 feierte das Fachgebiet sein 10-jähriges Jubiläum. Höhepunkte des Jahres waren die entsprechende Feier am 12. Juli in Anwesenheit des TU-Präsidenten (Programm (PDF, 70,5 KB)), der Start des Gesundheitsökonomischen Zentrums Berlin als eines von vier solcher Zentren in Deutschland am 1. Juli (BerlinHECOR) und die Berufung von Dr. Leonie Sundmacher auf die von der KBV gestiftete Juniorprofessur zum 1. April 2012. Wesentlich geprägt wurde das Jahr auch durch die Publikationen (u.a. mit einem Supplement der renommierten Zeitschrift „Health Economics“) und Präsentationen von Ergebnissen des EuroDRG-Projektes in Brüssel, Vancouver, Mailand, Moskau, London, Seoul, Oslo, Chisinau, Orlando, Dublin, Zürich, Ankara und Riga (Vorträge).
Insgesamt konnten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Fachgebietes im Jubiläumsjahr ihre Arbeiten in führenden internationalen Zeitschriften veröffentlichen (Publikationen), so z.B. im New England Journal of Medicine (mit einem Impact Factor [IF] von 53,3), im British Medical Journal (IF 14,1), in BMC Medicine (IF 6,0), im Journal of Clinical Psychopharmacology (IF 4,1), in Value in Health (IF 2,2), in Health Economics (IF 2,1), im International Journal of Quality in Health Care (IF 2,0), in Langenbeck’s Archives of Surgery (IF 1,8), in Health Policy (IF 1,5) und im European Journal of Health Economics (IF 1,5). Der Impact Factor ist ein Indikator dafür, wie häufig ein Artikel im Laufe der folgenden zwei Jahre durchschnittlich zitiert wird und stellt ein Gütekriterium für wissenschaftliche Zeitschriften dar.
Ernennung zum außerordentlichen Mitglied der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ)
20.11.2012: Herr Professor Busse wurde für drei Jahre zum außerordentlichen Mitglied der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) ernannt.
Zu den statutarischen Aufgaben der AkdÄ, einem wissenschaftlichen Fachausschuss der Bundesärztekammer, gehört die unabhängige Beratung insbesondere der hausärztlich tätigen Ärzteschaft in den die rationale Arzneitherapie betreffenden wissenschaftlichen Fragen sowie die Unterstützung der Meinungsbildung der Bundesärztekammer zu arzneimittelpolitischen wie auch Grundsatz- und Einzelfragen.
Weitere Aufgaben der AkdÄ sind u. a.:
- Erfassung, Dokumentation und Auswertung unerwünschter Arzneimittelwirkungen, die der AkdÄ gemäß der ärztlichen Berufungsordnung mitgeteilt werden müssen (in Zusammenarbeit mit den Bundesoberbehörden);
- Erfüllung der aus dem Arzneimittelgesetz abzuleitenden Aufgaben (z.B. Stufenplanbeteiligte) als "Arzneimittelkommission der Kammern der Heilberufe";
- Wahrung der Arzneimitteltherapiesicherheit und Beratung der verordnenden Ärzte;
- Herausgabe des zweijährlich erscheinenden Buches "Arzneimittelverordnung in der Praxis";
- Erarbeitung von Therapieempfehlungen (Leitlinien) sowie Publikationen zur rationalen Arzneimitteltherapie.
Die AkdÄ hat 40 ordentliche und derzeit ca. 140 außerordentliche Mitglieder aus allen medizinischen Bereichen. Der AkdÄ-Vorstand besteht aus 5 gewählten Mitgliedern sowie jeweils einem Vertreter der Landesärztekammern und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung.
Vier Gesundheitsökonomische Zentren in Deutschland von BMBF-Staatssekretär eröffnet
08.05.2012: Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Dr. Helge Braun, hat am 3. Mai 2012 im Rahmen einer Feier an der TU Berlin die vier deutschen gesundheitsökonomischen Zentren in Berlin, Essen-Duisburg, Hamburg und Hannover eröffnet. Im Namen der Ministerin Dr. Annette Schavan übergab er den jeweiligen Sprechern entsprechende Urkunden - für das Berliner Zentrum BerlinHECOR ist dies Professor Dr. med. Reinhard Busse. Alle Zentren erläuterten ihre Schwerpunkte ihrer Arbeit; außerdem trugen namhafte Vertreter aus der Gesundheitsversorgung ihre Wünsche und Erwartungen an Gesundheitsökonomie und Versorgungsforschung vor.
Hintergrund ist, dass eine qualifizierte und anerkannte gesundheitsökonomische Forschung in Deutschland nur zu erreichen ist, wenn entsprechende Forschungsstrukturen weiter auf- und ausgebaut werden. Bereits existierende Kapazitäten an einem Standort sollen dabei konzentriert und fokussiert werden. Damit soll die notwendige Struktur geschaffen werden, um die Zahl der qualifizierten und international anerkannten Forscherinnen und Forscher im Bereich der Gesundheitsökonomie in Deutschland zu erhöhen und eine nachhaltige Profilbildung einzelner Standorte zu erreichen. Ferner soll die internationale Sichtbarkeit der deutschen Gesundheitsökonomie verstärkt werden.
- Nähere Informationen zur BMBF-Initiative
- Alle Vorträge
MiG-Lehre von Studierenden exzellent bewertet
25.04.2012: Das überarbeitete Modul "Management im Gesundheitswesen: Krankenversicherung/ Leistungsanbieter" hat bei der studentischen Evaluation der Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2011/12 an der Fakultät VII mit 8,88 von 10 die beste Bewertung aller "kleinen" Veranstaltungen (unter 70 Teilnehmer) erhalten. Unter allen Lehrveranstaltungen war dies der dritte Platz.
Ranking zur Evaluation WiSe 11/12 (Fak VII) (PDF, 16,9 KB)
Seminar EU-Gesundheitspolitik
23.04.2012: Die Gesundheitspolitik gewinnt innerhalb der Europäischen Union immer mehr an Bedeutung. Nach Art. 168 Abs. 7 des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) liegt die Verantwortung für die Gesundheitspolitik, sowie für die Organisation des Gesundheitswesens und die medizinische Versorgung der europäischen Bürger bei den Mitgliedstaaten; das EU-Gesundheitswesen ist somit nicht harmonisiert. EU-Eingriffe in Gesundheitssysteme erfolgen aber sehr wohl durch u.a. Arbeitsrecht, Wettbewerbsrecht und Binnenmarktrecht. Infolgedessen ist das EU-Mandat hinsichtlich Gesundheit inzwischen ziemlich weitreichend.
Aufbauend auf diesen theoretischen Hintergrund gibt das Seminar zunächst einen Überblick über Kompetenzen der EU bezüglich verschiedener Aspekte der Gesundheitsversorgung. Die Teilnehmer des Seminars werden case studies bearbeiten, indem sie aus Sicht eines vorgegebenen EU-Landes Stellung zu der Änderung der "Richtlinie über die Ausübung der Patientenrechte in der grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung" nehmen. Die Studierenden sollten sowohl die Interessen des vorgegebenen Landes vertreten, als auch den Vorsitz bei einer Sitzung führen können. Ziel ist es einen Entwurfs-Vorschlag zu erarbeiten, auf den sich alle Länder einigen können.
Juniorprofessur Versorgungsforschung und Qualitätsmanagement im ambulanten Sektor
02.04.2012: Mit Wirkung zum 1. April ist Dr. Leonie Sundmacher auf die Juniorprofessur für „Versorgungsforschung und Qualitätsmanagement im ambulanten Sektor berufen“ worden. Wir gratulieren ganz herzlich! Die im Fachgebiet Management im Gesundheitswesen angesiedelte Juniorprofessur ist von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung gestiftet.
Masterarbeit von Julia Röttger mit dem BKK Innovationspreis 2011 ausgezeichnet
02.04.2012: Julia Röttger, Absolventin des Masterstudienganges Health Sciences an der HAW Hamburg, ist am 12. März 2012 in Frankfurt am Main für ihre exzellente Masterarbeit mit dem BKK Innovationspreis 2011 ausgezeichnet worden.
Der Hintergrund der Masterarbeit Julia Röttgers ist einer der in Deutschland am häufigsten durchgeführte Eingriffe- die Implantation einer Hüfttotalendoprothese (Hüft-TEP). Bei der Hüft-TEP, auch umgangssprachlich „künstliches Hüftgelenk“, werden aufgrund von degenerativen Hüfterkrankungen, Frakturen oder aufgrund anderer Krankheitsbilder sowohl der Gelenkkopf als auch die Gelenkpfanne durch eine Prothese ersetzt. Für diesen Eingriff gibt es zwei Behandlungsstrategien: minimalinvasive und somit muskelschonende Verfahren und konventionelle Eingriffe. In der Arbeit liegt das Hauptaugenmerk vor allem auf dem minimalinvasiven Verfahren. Anhand von Routinedaten hat Julia Röttger den Einfluss der Behandlungsstrategie auf Kosten und Verweildauer im stationären Sektor analysiert. Hierbei griff sie auf Kosten und Leistungsdaten dreier Krankenhäuser aus den Jahren 2008 und 2009 zurück. Die Daten wurden bereits im Rahmen des EuroDRG-Projekts genutzt. Diese beinhalten Angaben zum Eingriff, Diagnose, zu kostenbezogenen Daten und Datum der Einweisung, sowie Entlassung. Insgesamt lagen der Studienabsolventin rund 2900 Patientenfälle, unterteilt in minimalinvasive und konventionelle Eingriffe, vor. Die Unterteilung der Daten wurden anhand des OPS-Codes, Daten zum Eingriff, vorgenommen. Unterschiede zwischen den minimalinvasiv und den konventionell behandelten Patienten, hinsichtlich Alter, Vorerkrankungen, Geschlecht, Jahr und Krankenhaus der Behandlung wurden mittels eines Propensity Score Matchings ausgeglichen.
Julia Röttgers herausragende Arbeit liefert erste Ergebnisse zu dem Einfluss der Behandlungsstrategie im Bezug auf Kosten und Verweildauer im stationären Sektor. Durch den Vergleich beider Behandlungsgruppen kommt sie zu dem Ergebnis, dass die Verweildauer der Patienten bei minimalinvasiven Eingriffen geringer ist, als bei dem konventionellen Verfahren. Aber sie musste feststellen, dass es keinen relevanten Unterschied in den Kosten (z.B. Implantatkosten, Personalkosten) gibt.
Angefertigt wurde ihre mit 1,0 benotete Masterthesis am Lehrstuhl Management im Gesundheitswesen an der TU Berlin unter der Betreuung von Prof. Dr. Reinhard Busse. Mit der Betreuung am Fachgebiet war die erfolgreiche Absolventin sehr zufrieden. Sie wurde von Anfang an ins Team integriert. Bei Problemen und Fragen hatte sie stets einen Ansprechpartner an ihrer Seite. Was sie ganz besonders gut fand, war dass ihr ein eigenständiges Arbeiten ermöglicht wurde.
Eine gekürzte Version ihrer Masterarbeit wurde mit dem 1. Platz und 3000 Euro prämiert. Julia Röttger konnte mit dem hochaktuellen und praxisrelevanten Thema überzeugen. Derzeit arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Bremen.
Der BKK Innovationspreis Gesundheit 2011 stand unter dem Motto „Gesundheit in der Kostenfalle.“ Bis zum 31. Oktober konnten sich Studierende aus ganz Deutschland mit Abschlussarbeiten, Projekten und Konzepten zum Schwerpunktthema bewerben.
Seit 2001 vergibt der BKK Landesverband Hessen diesen Preis jährlich, mit insgesamt 5000 Euro dotiert ist. Der BKK Innovationspreis zeichnet innovative und qualitative studentische Arbeiten auf dem Gebiet der Gesundheitsversorgung und Prävention aus. Im Rahmen des Wettbewerbs erscheint im Mabuse-Verlag ein Buch mit den ausgezeichneten Arbeiten.
Neben Julia Röttger wurde auch die TU-Absolventin Sabrina Weid für ihre herausragende Studienleistung ausgezeichnet. Für ihre Diplomarbeit erhielt sie den Robert-Wischer-Preis 2011. 2009 erhielt der ehemalige wissenschaftliche Mitarbeiter Jun.-Prof. Dr. Tom Stargadt den Nachwuchspreis für Gesundheitsökonomie/-politik des Verbandes Progenerika ev. Ein Jahr zuvor wurde Dr. Markus Wörz für seine am Fachgebiet Management im Gesundheitswesen verfasste Dissertation mit dem Wissenschaftspreis der GRPG ausgezeichnet.
Health advisory group established
14.03.2012: Minister for Health in the Government of Ireland Dr James Reilly has set up a group to advise the Government on the establishment of a system of universal health insurance. Dr Reilly said the group would play a “pivotal role” in supporting the Government to deliver on its commitment to introduce a single-tier health system supported by universal health insurance.
Its role will be to develop detailed plans for universal health insurance and it will also be tasked with driving the implementation of other elements of the Government’s health reform programme. The membership of the group includes individuals who hold executive roles in the health service, as well as external experts. It also includes Prof Reinhard Busse an international expert working with the world Health Organisation, the European Observatory on Health Systems and Policies.
http://www.irishtimes.com/newspaper/breaking/2012/0224/breaking40.html
2011: Publikationen des Fachgebietes in 13 Top-Zeitschriften
19.12.2011: Die Arbeiten der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Fachgebietes Management im Gesundheitswesen sind im Jahr 2011 in 13 führenden internationalen Zeitschriften veröffentlicht worden. So finden sich gleich drei Publikationen im British Medical Journal (mit einem Impact Factor [IF] von 13,47); andere Arbeiten sind erschienen im Journal of Neuro-Oncology (IF 2,93), Tropical Medicine and International Health (IF 2,84), RöFo - Fortschritte auf dem Gebiet der Röntgenstrahlen und der bildgebenden Verfahren (IF 2,47), Value in Health (IF 2,34), dem European Journal of Public Health (IF 2,27), dem Deutschen Ärzteblatt international (IF 2,11), dem Scandinavian Journal of Primary Health Care (IF 1,91), dem European Journal of Health Economics (IF 1,76), dem Journal of Health Services Research and Policy (IF 1,45), Health Policy (IF 1,38), dem International Journal of Technology Assessment in Health Care (IF 1,32) und dem International Journal of Equity in Health (IF 1,31). Der Impact Factor ist ein Indikator dafür, wie häufig ein Artikel im Laufe der folgenden zwei Jahre zitiert wird und stellt ein Gütekriterium für wissenschaftliche Zeitschriften dar. Der durchschnittliche IF-Wert über alle so erfassten wissenschaftlichen Zeitschriften liegt bei unter 1,3. Details zu den Publikationen finden Sie hier.
9. Gesundheitspflege-Kongress: Ergebnisse aus deutscher und internationaler Pflegestudie vorgestellt
05.12.2011: Wenn Zeit und Personal fehlen, kommt emotionale Unterstützung für die Patienten am ehesten zu kurz. Dies ist ein Ergebnis der Studie zur „impliziten Rationierung von Pflegeleistungen“, die auf dem 9. Gesundheitspflege-Kongress erstmals vorgestellt wurde. Der Kongress wurde von dem Pflegemagazin Heilberufe und von Springer Medizin veranstaltet und war mit rund 800 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ausgebucht. „Die Mobilisierung von bewegungseingeschränkten Patienten, die Überwachung von Patienten sowie Gespräche mit Angehörigen sind weitere Tätigkeiten, die Pflegekräfte oft wegen Zeitdruck oder Personalmangel nicht geschafft haben“, berichtet Britta Zander, Wissenschaftlerin an der Technischen Universität Berlin. Viele Patienten, die geläutet haben, mussten länger als fünf Minuten warten.
Für die Studie hat ein Forscherteam der Fakultät Wirtschaft und Management an der TU Berlin in 13 Krankenhäusern über 600 examinierte Pflegekräfte auf den chirurgischen und inneren Stationen befragt. Damit ist die Studie eine erste, systematische Erfassung von Pflegeleistungen, die aufgrund von Zeitnot und Personalmangel nur ungenügend ausgeführt werden können. Diese Befragung ergänzt die internationale RN4Cast-Studie (Registered Nurse Forecasting) – die bislang umfangreichste Datensammlung im Bereich der Pflegepersonalplanung, an der zwölf europäische Länder und 31.000 Pflegekräfte teilgenommen haben. Die aktuellen Ergebnisse für Deutschland aus der RN4Cast-Studie wurden auf dem 9. Gesundheitspflege-Kongress in Hamburg heute ebenfalls präsentiert. Liegengebliebene Arbeit, ein schlechter Personalschlüssel, Unzufriedenheit mit der Arbeitssituation und der Arbeitsumgebung sowie eine hohe Burnout-Rate – diese Zusammenhänge konnte die RN4Cast-Studie nun nachweisen.
So bewerteten über die Hälfte der deutschen Pflegekräfte ihre Arbeitsumgebung als schlecht oder mäßig, 37 % sind mit ihrer Arbeitssituation unzufrieden und 30 % leiden unter emotionaler Erschöpfung. Gegenüber einer ähnlich angelegten Befragung von 1999 haben sich die Zahlen damit verdoppelt: Damals waren nur 17 % der deutschen Pflegekräfte mit ihrer Arbeit unzufrieden und nur 15 % waren emotional stark belastet. Diese Verschlechterung korreliert mit einem ungünstigen Personalschlüssel: Mit über zehn Patienten, für die eine Pflegekraft zuständig ist, schneidet Deutschland neben Spanien von allen Ländern am schlechtesten ab.
Die Einschätzung der Pflegekräfte geht mit der Einschätzung der Patienten, die in der RN4Cast-Studie ebenfalls befragt wurden, zusammen. „Mit einer höheren Burnout-Rate unter den Pflegenden sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass ein Patient das Krankenhaus weiterempfiehlt“, betont Prof. Reinhard Busse, Professor für Management im Gesundheitswesen und Leiter des deutschen Projektteils. Unzufriedene Pflegekräfte bedeuten also unzufriedene Patienten. Busse weist allerdings auch auf eine große Spannbreite in den einzelnen Häusern hin, die von ausschließlich zufriedenen Pflegekräften in einem Krankenhaus bis hin zu 80 % Pflegenden reicht, die sich an ihrem Arbeitsplatz unwohl fühlen. „Es scheint also auch in Deutschland Häuser zu geben, die besser in der Lage sind, auf die Bedürfnisse der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einzugehen“, so Busse. Seine Empfehlung: „Nur auf eine Strategie zu setzen, nämlich die Anzahl des Pflegepersonals zu erhöhen, reicht nicht aus. Wichtiger wäre, zunächst das Arbeitsumfeld zu verbessern.“
Kongressorganisation:
Andrea Tauchert, tel 030 827875510, andrea.tauchert@springer.com,
www.heilberufe-kongresse.de
Diplomarbeit mit dem Robert-Wischer-Preis ausgezeichnet
23.11.2011: Sabrina Weid, Studentin des Lehrstuhls Management im Gesundheitswesen an der TU Berlin, erhält für ihre herausragende Diplomarbeit den Robert-Wischer-Preis 2011.
Sie wurde damit für ihre Arbeit mit dem Titel „Möglichkeiten einer leistungsorientierten Vergütung von nicht angestellten Ärzten im stationären Sektor- Eine Prozesskostenrechnung am Beispiel vom Varizenpatienten“ ausgezeichnet.
Sabrina Weid beschäftigte sich in ihrer Abschlussarbeit mit einem Kernproblem des deutschen Gesundheitssystems. Ein hoher Mangel an medizinischen Fachkräften und die sektorale Trennung zwischen ambulanter und stationärer Leistungserbringung führten in letzter Zeit zu einer Diskussion darüber, wie vorhandene Personalressourcen sektorenübergeifend eingesetzt werden könnten. Die erfolgreiche Absolventin der TU Berlin setzt sich innerhalb ihrer Diplomarbeit mit Kooperationsverhältnissen zwischen Krankenhäusern und bereits niedergelassenen Fachärzten als neue Beschäftigungsform im stationären Sektor auseinander. Im Mittelpunkt stehen eine exemplarische Prozesskostenrechnung, welche sich auf reale Kosten eines Beispielkrankenhauses stützt, und die Ermittlung der Ertragsanteile eines im Krankenhaus tätigen Honorararztes. Mit den Ergebnissen ihrer mit 1,0 benoteten Arbeit gelingt es Frau Weid Empfehlungen für eine optimale Vergütung von niedergelassenen Ärzten auf Honorarbasis im Krankenhaus zu geben.
Betreut wurde die Diplomarbeit im Fachgebiet Management im Gesundheitswesen von Prof. Dr. Reinhard Busse und Dipl.-Ing. Alexander Geissler.
Aus zahlreichen Studien-, Diplom,- Bachelor- und anderen Abschlussarbeiten, die im Zeitraum des Wintersemesters 2009/2010 und des Sommersemesters 2010 fertig gestellt wurden, wurden drei Arbeiten von der Jury des Zentrums für innovative Gesundheitstechnologien an der TU Berlin ausgewählt. Der Preis ist mit jeweils 2000 Euro dotiert. Sabrina Weids Arbeit überzeugte durch ihre methodisch sehr gute und geradlinige Form. Mit ihrer Arbeit schaffte sie einen ein Praxisleitfaden zur Ermittlung einer sachgerechten und leistungsorientierten Vergütung für im stationären Sektor angestellte Vertragsärzte.
Mit dem Preis soll das Wirken des Professors für Entwerfen, Bauten des Gesundheitswesens an der TU Berlin, Robert Wischer, gedacht werden.
Robert Wischers Arbeitsschwerpunkt galt der gesundheitsfördernden Architektur. Er entwarf u.a. die Universitätskliniken Köln und Göttingen und das Olympische Dorf in München. Professor Wischer begründete das Gebiet Public Health und leitete ab 1993 das Institut für Gesundheitswesen an der TU Berlin.
Der Preis wird jährlich an exzellente studentische wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der Gesundheitsforschung an der TU Berlin vergeben.
17. November 2011: EuroDRG final conference
22.11.2011: At the EuroDRG final conference, which was held in Berlin, 17 November 2011, the main results of the EuroDRG research project were presented and discussed with policy-makers, researchers and stakeholders from Europe and beyond. During this conference, the book 'Diagnosis-Related Groups in Europe - Moving towards transparency, efficiency and quality in hospitals' (PDF, 96,8 KB) was officially launched. The book is intended to contribute to the emergence of a `common language' that will facilitate communication between researchers and policy-makers interested in improving the functioning and resourcing of the acute hospital sector.
Do DRG Systems In Europe Account For Technological Innovation?
14.11.2011: Berlin, Germany: It is widely recognized that hospital payment systems influence the adoption and use of technological innovation in health care. The principle means of hospital payment in the majority of European countries are DRG systems and there have been concerns that these systems may not provide the right incentives to encourage the desired adoption and use of technological innovation.
Das Fachgebiet auf der Medica 2011
26.10.2011: Die Medica mit rund 4300 internationalen Ausstellern findet vom 16. – 19. November 2011 in Düsseldorf statt. Der Treffpunkt der Medizinbranche ist seit 40 Jahren ein wichtiger Bestandteil der Fachwelt im Gesundheitssektor.
Der Fachbereich Management im Gesundheitswesen präsentiert sich am Gemeinschaftsstand „Medizintechnik der Hauptstadtregion“. Die Messebesucher können durch vielfältiges Informationsmaterial einen Einblick in die praxisnahe und wissenschaftliche Arbeit des Lehrstuhls gewinnen. Die Präsentation internationaler Forschungsprojekte aus verschiedenen Forschungsfeldern vermittelt weitreichende Informationen über die Inhalte des Fachbereichs.
Zudem werden Besucher über das attraktive Lehrangebot der neuen Studienrichtung „Gesundheitstechnik“ des Studiengangs Wirtschaftsingenieurswesen und den Blended-Learning-Kurs zur berufsbegleitenden Fortbildung im Bereich “Health Technology Assessment” informiert.
Den Gemeinschaftsstand „Medizintechnik der Hauptstadtregion“ befindet sich auf dem Düsseldorfer Messegelände in Halle 16, Stand C55.
Weitere Informationen zu Öffnungszeiten und Preisen unter: www.medica.de
Artikel in der t+m Technologie + Management: Wirtschaftsingenieure im Gesundheitswesen
26.10.2011: Gesundheitstechnik im Masterstudiengang
Denkt man an Berufsgruppen im Gesundheitswesen, so fallen einem typischerweise soziale Berufe wie Mediziner, Pflegekräfte oder auch Pharmazeuten ein, Wirtschaftsingenieure hingegen eher nicht. Dabei bietet der größte Wirtschaftssektor Deutschlands mit seinem starken Wachstum interessante Betätigungsfelder für Spezialisten, die über eine fundierte Kombination aus ökonomischem und technischem Wissen verfügen - genau das, was Wirtschaftsingenieure stets auszeichnet.
Der vollständige Artikel ist erschienen in der t&m Technologie & Management, 05/2011, S. 12-15
Alzheimer Demenz: Helfen Medikamente mit Memantin?
12.07.2011: Medikamente mit dem Wirkstoff Memantin sollen Menschen mit einer Alzheimer-Erkrankung unter anderem helfen, sich zu erinnern und ihren Alltag besser zu bewältigen. Studien zeigen, dass Memantin den Abbau geistiger Fähigkeiten etwas verzögern kann. Möglicherweise bleiben auch alltagspraktische Fähigkeiten länger erhalten.
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) haben gemeinsam mit einer Forschergruppe der Technischen Universität Berlin analysiert, ob Menschen mit Alzheimer Demenz von Memantin profitieren. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler interessierte unter anderem, ob die Medikamente die geistige (kognitive) Leistungsfähigkeit verbessern, psychische Beschwerden mildern oder die Bewältigung des Alltags erleichtern. Auch wurde untersucht, ob sich die Medikamente auf die Pflegebedürftigkeit auswirken. Bei der Untersuchung sollte auch festgestellt werden, ob Memantin die beschriebenen Probleme besser oder schlechter als andere Medikamente wie beispielsweise Ginkgopräparate oder Cholinesterasehemmer lösen kann. Die Wissenschaftlergruppe hat nach Studien gesucht, die Memantin entweder mit einem Scheinmedikament (Placebo), mit anderen Medikamenten oder mit nichtmedikamentösen Maßnahmen verglichen haben. Nur Studien, die mindestens 16 Wochen dauerten, wurden in die Bewertung einbezogen. Die Forscherinnen und Forscher konnten 9 solcher Studien mit insgesamt rund 2300 Teilnehmenden finden. Alle verglichen Memantin mit einem Placebo. In zwei Studien nahmen die Teilnehmenden vor und während der Studie bereits ein anderes Alzheimer-Medikament ein, einen sogenannten Cholinesterasehemmer. Etwas mehr Frauen als Männer nahmen an den Studien teil; das Durchschnittsalter lag in den einzelnen Studien zwischen 72 und 85 Jahren. Es fanden sich keine aussagekräftigen Studien, die Memantin mit anderen medikamentösen oder nichtmedikamentösen Behandlungen verglichen.
Ganzer Artikel
Mehr Informationen: Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen. Externe Sachverständige Busse R, Velasco-Garrido M, Zentner A, Gericke Ch (2009). Auftrag A05-19C: Memantin bei Alzheimer Demenz. Köln: IQWiG
Relative Effectiveness Assessments Wird die Bewertung des Zusatznutzens von Arzneimitteln zur EU-Sache?
20.06.2011: Vor einigen Wochen hat die EUnetHTA Joint Action zur öffentlichen Konsultation ihres Hintergrundpapiers „Relative Effectiveness Assessments (REA) of Pharmaceuticals" aufgerufen [1]. Geeigneter Anlass, die Frage aufzugreifen: Obliegt die vergleichende Bewertung von Arzneimitteln für Erstattungs- und Preisentscheidungen den Ländern oder wird dies zunehmend eine europäische Angelegenheit?
Gesamter Artikel zum Download (PDF, 269,4 KB)
Just Published: Slovakia Health System Review
03.05.2011: European Observatory on Health Systems and Policies
The Slovak health system is a system in progress. Major health reform in the period 2002-2006 introduced a new approach based on managed competition. Although large improvements have been made since the 1990s (for example in life expectancy and infant mortality), health outcomes are generally still substantially worse than the average for the EU15 but close to the other Visegrád Four countries.The challenges posed by an ageing workforce and professional migration may lead to a shortage of health care workers. Slovakia has a progressive system of financing health care. However, the health reforms of 2002-2006 led to an increase in the number of households that contributed more from their income and the distributive impacts were not equitable. This was mainly caused by the introduction of a reference pricing scheme for pharmaceuticals. Some key challenges remain: improving the health status of the population and the quality of care while securing the future financial sustainability of the system. The HiT was edited and co-authored by Ewout van Ginneken from the Department of Health Care Management at TU Berlin.
HiTs are country-based reports that provide a detailed description of each health care system and of reform and policy initiatives in progress or under development.
Full text of the HiT (PDF, 4,8 MB)
European Observatory press note
Diplomandin des Lehrstuhls gewinnt den Robert Wischer Preis
14.04.2011: Wir gratulieren Frau Sabrina Weid zum Gewinn des Robert Wischer Preises für ihre herausragende Diplomarbeit: "Möglichkeiten einer leistungsorientierten Vergütung von nicht angestellten Ärzten im stationären Sektor - Eine Prozesskostenrechnung am Beispiel von Varizenpatienten".
„MiG I“ erneut beste Vorlesung der Fakultät VII
21.03.2011: Die Vorlesung Management im Gesundheitswesen I: Krankenversicherung wurde in der fakultätsweiten Evaluation durch die Studierenden im Wintersemester 2010/11 wieder am besten bewertet (zur Gesamtbewertungsliste HIER (PDF, 3,1 KB)). Das Fachgebiet hatte mit dieser Vorlesung erstmals im Wintersemester 2009/10 den Spitzenplatz belegt; im Sommersemester 2010 lag es mit der Vorlesung „Management im Gesundheitswesen III: Industrie" ganz oben in der Fakultäts-Rangliste.
Summer School „Ageing Crisis: A Health Systems Response“ - jetzt anmelden
21.03.2011: Das European Observatory on Health Systems and Policies bietet in diesem Jahr wieder eine Summer School unter der Leitung von Professor Busse an. Diesmal geht es bei der auf Entscheidungsträger in Ministerien, Körperschaften, Verbänden und Industrie ausgerichteten Veranstaltung um die Frage, wie europäische Gesundheitssysteme auf die Herausforderungen der alternden Bevölkerung reagieren können. Wie in den Vorjahren findet die Summer School in Venedig auf der Insel San Servolo statt - dieses Jahr vom 24.-30. Juli. Nähere Informationen finden Sie HIER.
Aktueller Beitrag zur Frühbewertung von Arzneimitteln – wie gehen andere Länder vor?
07.03.2011: Mit der fruehen Nutzenbewertung auf Basis von Herstellerdossiers fuehrte das Arzneimittelneuordnungsgesetz (AMNOG) in Deutschland ein neues Instrument der Arzneimittelregulierung ein. Um ueber Erstattungsfaehigkeit oder Preis von Medikamenten zu entscheiden, ist dieses Vorgehen im Ausland bereits ebenso bekannt wie die evidenzbasierte Vollbewertung des Nutzens oder der Kosteneffizienz. Annette Zentner und Reinhard Busse beleuchten im jetzt erschienenen Schwerpunktheft von „G + G Wissenschaft" die Konzepte und Erfahrungen der Arzneimittelbewertung in anderen Laendern und versuchen eine Einordnung der aktuellen Situation Deutschlands im internationalen Kontext.
Hier geht es zum Beitrag in G+G Wissenschaft Ausgabe 1/2011 mit dem Schwerpunktthema „Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetz (AMNOG) - Arzneimittel auf dem Pruefstand"
Systematischer Review zu Effekten hausarztzentrierter Versorgung erschienen
01.03.2011: Ein Bestandteil von Hausarztmodellen in Deutschland und international ist, dass der Primärarzt als ‚Torhüter‘ für die fachspezialisierte Versorgung und so als Lotse im Gesundheitssystem fungiert. Welche gesundheitlichen, ökonomischen und weiteren Effekte das Konzept Gatekeeping hat, untersucht ein systematischer Review, der jetzt im Scandinavian Journal of Primary Health Care erschienen ist:
Velasco Garrido M, Zentner A, Busse R (2011). The effects of gatekeeping: A systematic review of the literature. Scand J Prim Health Care. Mar;29(1):28-38 (e-first 30.12.2010). DOI:10.3109/02813432.2010.537015
Die Publikation steht hier frei zum Download zur Verfügung.
Die Arbeit wurde im Auftrag des Sachverständigenrats zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen für das Sondergutachten 2009 „Koordination und Integration Gesundheitsversorgung in einer Gesellschaft des längeren Lebens" erstellt.
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Neue Ausgabe der Working Papers in Health Policy and Management erschienen
01.03.2011: International sind in den letzten Jahren mehrere Initiativen entstanden, die sich mit der Weiterentwicklung der evidenzbasierten Bewertung von Arzneimitteln nach der Marktzulassung befassen, um Entscheidungssituationen in der gesundheitspolitischen oder klinischen Praxis zu unterstützen.
Der Bericht "Aktuelle internationale Initiativen der evidenzbasierten Bewertung von Arzneimitteln" analysiert Ziele, Arbeitsweise und Ergebnisse des von der Europäischen Kommission initiierten Arzneimittelforums mit seiner Arbeitsgruppe zu Relative Effectiveness, des europäischen Netzwerks für Health Technology Assessment EUnetHTA und des nationalen Programms für Comparative Effectiveness Research in den USA. Gemeinsamkeiten und Unterschiede der drei Initiativen und mögliche Implikationen für die Zulassung und HTA von Arzneimitteln in Deutschland und Europa werden abgeleitet. Abschließend werden Themen und Fragestellungen für weitere vertiefende Forschung identifiziert.
Zentner A, Velasco Garrido M, Busse,R (2011). Aktuelle internationale Initiativen der evidenzbasierten Bewertung von Arzneimitteln. Working papers in health policy and management Band 6. Berlin: Universitätsverlag der TU Berlin.
Die gesamte Ausgabe steht hier frei zum Download zur Verfügung.
Aktuelle Presseartikel zu dem Projekt "Vermeidbare Sterbefälle"
01.02.2011: Sterbenskrank in Nord und Ost Berliner Gesundheitsforscher untersuchen vermeidbare Todesfälle in Deutschland
Erschienen am Donnerstag, 20. Januar 2011 in der Frankfurter Rundschau und am 21.Januar 2011 in der Berliner Zeitung (von Birgitta vom Lehn)
Im Norden Deutschlands sind die Menschen kränker als im Süden, in den alten Bundesländern gibt es mehr Brustkrebs als in der Ex-DDR. Dort sterben wiederum besonders viele Menschen an Herz-Kreislauferkrankungen.
Das sind Ergebnisse einer Studie von Forschern des Fachgebiets Management im Gesundheitswesen der Technischen Universität Berlin unter Leitung von Leonie Sundmacher. Sie gingen der Frage nach, wie viele „vermeidbare Sterbefälle" es in Deutschland gibt und wie diese sich auf der Landkarte verteilen, und zwarmit Blick auf 439 Kreise und kreisfreie Städte. Sie analysierten Todesfälle aus den Jahren 2000 bis 2004.
Zu den vermeidbaren Sterbefällen zählen die Gesundheitsforscher 35 Todesursachen gemäß der Definition der Weltgesundheitsorganisation, darunter Tuberkulose, Infektionen, Sepsis, Masern, Krebs, Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes: Für sie gelte, dass sie bei entsprechender Vorsorge in großer Zahl hätten verhindert werden können.
Artikel als PDF (PDF, 716,7 KB)
Neue Ausgabe der Working Papers in Health Policy and Management erschienen
19.01.2011: Die sektorale Trennung zwischen ambulanter und stationärer Leistungserbringung ist eines der Kernprobleme im deutschen Gesundheitssystem. In Zusammenhang mit dem in jüngster Vergangenheit viel zitierten medizinischen Fachkräftemangel stellt sich die Frage, wie die vorhandenen Personalressourcen optimal sektorenübergreifend eingesetzt werden können. Eine zentrale Rolle spielt dabei neben den rechtlichen Rahmenbedingen die Ausgestaltung der ärztlichen Vergütung. Diese Fragestellungen greifen die Autoren Sabrina Weid und Alexander Geissler auf, mit dem Ziel Empfehlungen für eine optimale Vergütung von niedergelassenen Ärzten auf Honorarbasis im Krankenhaus abzuleiten. Anhand des gewählten Behandlungsbeispiels (Krampfaderbehandlung) an der Schnittstelle zwischen ambulanten und stationären Sektor wird deutlich, dass Kooperationen für beide Seiten profitabel ausgestaltet werden können.
Die gesamte Ausgabe steht hier frei zum Download (PDF, 5,6 MB) zur Verfügung.
MiG-Wissenschaftler treffen den Nerv der Zeit
21.12.2010: Immer wieder werden neue oder verbesserte Methoden zur Messung der Leistungsfähigkeit von Organisationseinheiten im Gesundheitswesen (z. B. Krankenhäuser) eingesetzt. Dabei werden oftmals unterschiedliche Ergebnisse präsentiert die zumeist auf die verwendete Methodik zurückzuführen sind. Wissenschaftler des Fachgebiets Management im Gesundheitswesen haben sich dieser Problemstellung angenommen und in einer kürzlich veröffentlichten Studie die bekannten Methoden mit ihren Einsatzmöglichkeiten bewertet und gegenübergestellt. Damit scheinen sie genau den Nerv der Zeit zu treffen, da die Studie die am meisten gelesene der Zeitschrift „Gesundheitsökonomie & Qualitätsmanagement" in 2010 ist.
Hier geht es zur Top Ten von „Gesundheitsökonomie & Qualitätsmanagement" in 2010: https://www.thieme-connect.de/ejournals/topten/gesqm
RN4Cast: Registered nurse forecasting
01.12.2010: Das Poster RN4CAST: REGISTERED NURSE FORECASTING von Britta Zander, Lydia Dobler und Prof. Reinhard Busse wurde für den 8. Gesundheitspflege-Kongress am 19./20.11.2010 in Hamburg ausgewählt und vorgestellt. Auf dem Poster werden erste Ergebnisse des internationalen Forschungsprojekts „RN4CAST“ vorgestellt, welches das Ziel verfolgt, traditionelle Prognosemodelle in der Pflege durch neue Elemente zu erweitern und damit in ihren Ergebnissen zu präzisieren. RN4CAST stellt die bis heute weltweit umfangreichste Studie im Bereich der Pflegepersonalplanung dar und ermöglicht eine fundierte Analyse zu den Auswirkungen des Arbeitsumfeldes und des Pflegepersonaleinsatzes auf die Qualität der Patientenversorgung und auch auf die Rekrutierung, Erhaltung, Produktivität (Leistungsfähigkeit) und Zufriedenheit der Pflegekräfte (mehr unter: RN4Cast). Ein Abstract des Posters wird zudem in einer HeilberufeSCIENCE-Sonderausgabe publiziert.
Interview mit Herrn Prof. Dr. Busse in der Sendung WAS! (rbb)
09.11.2010: Am 08.11. wurde in der Sendung WAS! (rbb) ein Interview mit Herrn Prof. Dr. Busse gesendet. Thema: Ärzte-Budgets: Viele Patienten kennen das: Quartal oder Jahr gehen zu Ende und einige Ärzte haben ihre zugeteilten Budgets ausgeschöpft und fahren bis zum Start des neuen Budgets nur noch mit halber Kraft. Werden Honorarerhöhung und Gesundheitsreform ab 2011 daran etwas ändern? mehr
Neuer Kooperationsvertrag mit der WHO für die Durchführung einer Studie zu den Kosten von HPV Impfungen in Tansania
03.11.2010: Costs of delivering HPV vaccines to school girls in Mwanza, Tanzania: Cervical cancer is the second most frequent cancer in women worldwide and is responsible for an estimated 493,000 cases and 274,000 deaths annually (Parkin et al. 2005). Vaccination against Human papillomaviruses (HPV), a sexually transmitted virus which is the primary cause of cervical cancers, offers a new opportunity to control this disease (Bonnani et al. 2009). However, for purposes of planning and financing governments need information about the costs and cost-effectiveness of the intervention prior to a decision about introducing and scaling-up a national HPV vaccination program.
This study estimates the cost of two alternative school-based HPV vaccination delivery strategies in Mwanza, Tanzania. Cost data is collated from multiple sources of information including (1) project accounts at Mwanza Intervention Trials Unit (MITU), (2) observations of intervention implementation, and (3) interviews with project staff. Total costs of a district vaccination programme and cost per urban school and rural school reached (if urban/rural differences are identified) and cost per fully-vaccinated girl are estimated for the two alternative delivery strategies.
The study models the likely costs to roll-out HPV vaccination across Mwanza Region, providing policymakers with guidance on the potential costs of HPV vaccine delivery at scale. In addition, results of the study will feed into an economic evaluation model that will estimate the longer term cost-effectiveness of HPV vaccination in the region.
Bei uns sitzen Sie auch weiterhin in der ersten Reihe
22.09.2010: Unser Fachgebiet hat auch im vergangenen Sommersemester die von den Studenten am besten bewertete Vorlesung angeboten ("Management im Gesundheitswesen III (Industrie)").
Das Ranking (PDF, 2,8 KB) und die Auswertung (PDF, 105,6 KB).
University of Eastern Finland
15.09.2010: Vom 15. bis 18. September '10 besucht eine Delegation der University of Eastern Finland das Fachgebiet Management im Gesundheitswesen, um sich einen Einblick in das Gesundheitssystem in Deutschland zu verschaffen.
Professor Busse beraet EU-Gesundheitskommissar Dalli zu HTA
19.07.2010: Die EU-Kommission moechte in den kommenden Jahren Health Technology Assessment (HTA) in der EU voran bringen und institutionell in Form eines Netzwerkes verankern. Um diese Strategie zielfuehrend umzusetzen, hat sich der fuer Gesundheit und Verbraucherschutz zustaendige EU-Kommissar John Dalli mit 6 fuehrenden HTA-Experten zusammengesetzt. Professor Busse hat die europaeische HTA-Entwicklung in den letzten 10 Jahren sowohl bezueglich einer Vereinheitlichung von Methoden als auch bezueglich der Schnittstelle von "HTA-Produzenten"
und Entscheidungstraegern in den Gesundheitssystemen massgeblich mitbestimmt. Mehr ...
Neue Publikation: Determinants of hospital costs and performance variation: Methods, models and variables for the EuroDRG project
14.07.2010: Empirical studies of variation in hospital costs fall into two camps: those based on analysis of the costs of individual patients and those - the vast majority - that analyse costs reported at the hospital level. In this review, we consider how patient-level and hospital-level data are related and outline approaches to analyzing them. The second part of the review considers general specification choices and methods of efficiency analysis. Moreover, we specify a model to be used in the empirical analyses of the EuroDRG project. Mehr ...
MiG-Lehre ausgezeichnet!
16.06.2010: Auf der Absolventenfeier fuer Wirtschaftsingenieure ist Professor Busse mit dem Preis der Fakultaet für die beste Vorlesung ausgezeichnet worden (Bild 1 (JPG, 3,6 MB), Bild 2 (JPG, 3,1 MB)). Wie die Evaluation der Lehrveranstaltungen (PDF, 2,5 KB) im Wintersemester 2009/2010 ergeben hat, gehoerten neben der ausgezeichneten "Management im Gesundheitswesen I - Krankenversicherung" auch andere unserer Vorlesungen zu den besten der Fakultaet.
"Best Student Poster"-Preis
10.06.2010: Das Poster "Equity and Health Technology Assessment: A Systematic Review of the Literature" von Dimitra Panteli, Dr. Annette Zentner und Professor Reinhard Busse wurde am 7. jaehrlichen Treffen des Health Technology Assessment International (HTAi) in Dublin, Irland mit dem "Best Student Poster"-Preis ausgezeichnet. Auf dem Poster werden die systematische Suche nach Literatur ueber gerechtigkeitsbezogene Aspekte in HTA und deren Ergebisse beschrieben. HTAi ist die internationale Gesellschaft für HTA, die sich mit der Unterstuetzung und Foerderung von HTA weltweit befasst (mehr unter www.htai.org). Am diesjaehrigen Kongress haben mehr als 1200 Delegierte teilgenommen und es wurden mehr als 500 Beitraege aus etlichen HTA-relevanten Disziplinen praesentiert.
Gesundheitsregionen sind von der Jury unter der Leitung von Professor Busse ausgewählt
27.05.2010: Auf dem Hauptstadtkongress 2010 „Medizin und Gesundheit“ im ICC Berlin wurden auf der Eroeffnungsveranstaltung von Georg Schuette, Staatssekretaer im Bundesministerium fuer Bildung und Forschung (BMBF), die Gewinner der zweiten Runde des Wettbewerbs „Gesundheitsregionen der Zukunft“ praemiert. Die herausragenden Konzepte der Regionen Hamburg, Greifswald und Mannheim ueberzeugten die hochrangig besetzte, unabhaengige Jury unter Leitung von Professor Dr. Reinhard Busse. Die Regionen werden in den kommenden vier Jahren mit jeweils rund 7,5 Millionen Euro gefoerdert. Dazu kommt derselbe Betrag von Partnern aus den drei Regionen. Im vergangenen Jahr hatte die Jury unter Vorsitz von Professor Busse bereits die Gesundheitsregionen Neckar-Alb/Stuttgart und Nordbrandenburg ausgewaehlt.
BMBF-Wettbewerb 2010 "Gesundheitsregionen der Zukunft"
Fachgebiet Management im Gesundheitswesen engagiert sich bei Kinder-Technik-Uni 2010
04.05.2010: Die TU Berlin lud in Kooperation mit dem Landesjugendring der Arbeiterwohlfahrt Schulklassen der Jahrgangsstufe 4 bis 6 zur Kinder-Technik-Uni ein. Frau Dr. Annette Zentner MPH, Wissenschaftliche Mitarbeiterin des Fachgebiets Management im Gesundheitswesen, engagierte sich mit Ihrem Vortrag „Zufaellig und blind – wie erforschen wir, was Menschen gesund macht?“
Technischer Nachwuchs fehlt. Wenn Deutschland seinen wirtschaftlichen Spitzenplatz behalten will, muessen sich in Zukunft mehr junge Leute fuer entsprechende Berufe entscheiden. Fachleute sind sich einig: Begeisterung will frueh geweckt sein.
Vortrag Dr. Annette Zentner
Programm Kinder-Technik-Uni 2010 (PDF, 127,2 KB)
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New book on tackling chronic diseases launched
01.05.2010: Chronic conditions and diseases are the leading cause of mortality and morbidity in Europe, accounting for 86% of total premature deaths. The epidemiologic and economic analyses in this book, which Professor Busse launched at the 2nd International Forum on Chronic Disease in Lisbon, suggest that policy-makers should make chronic disease a priority. This book highlights the main issues and focuses on the strategies and interventions that policy-makers have at their disposal to tackle this increasing challenge.
Full text of the book
Launch of the 2010 health system review on the Netherlands
08.04.2010: The Observatory on Health Systems and Policies launched the long awaited health system review on the Netherlands at the Working Conference on Health Services Research in Europe in The Hague. The HiT was produced in close collaboration with the Dutch Institute for Health Services Research (NIVEL) and the National Institute for Public Health and the Environment (RIVM) and supported by the Dutch Ministry of Health. It was edited by Ewout van Ginneken from the Department of Health Care Management at TU Berlin.
Full text of the HiT
European Observatory Press note
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