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TU Berlin

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Evaluation grenzüberschreitender Gesundheitsversorgung in der EU

Hintergrund

ECAB Logo
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Wenn Bürger der Europäischen Union Gesundheitsleistungen in einem anderen EU-Mitgliedstaat in Anspruch nehmen, müssen sie informierte Entscheidungen treffen können. Erforderlich dafür ist eine eindeutige Regelung der administrativen und klinischen Prozesse, die Garantie der Versorgungskontinuität und -qualität bei grenzüberschreitender Gesundheitsversorgung sowie die Bereitstellung der Informationen für die Bürger. Gegenwärtig bestehen jedoch noch erhebliche Informationsdefizite hinsichtlich der ländervergleichenden Identifikation und Analyse der prozessualen Abläufe, der administrativen Zuständigkeiten als auch der Dokumentation und dem Wissen über bestehende, grenzüberschreitende Kooperationen.

Ziele

Das ECAB Projekt soll es den Bürgern der Europäischen Union ermöglichen, fundierte Entscheidungen darüber zu treffen, ob sie eine Gesundheitsversorgung in einem anderen Mitgliedstaat in Anspruch nehmen. Möchten sie dies tun, so muss sichergestellt sein, dass klare administrative und klinische Verfahren im Zugang zur Gesundheitsversorgung bestehen und die Kontinuität in der Versorgung sichergestellt wird. Die Studie zielt daher auf die Identifikation und Analyse bestehender Verfahrens- und Vorgehensunterschiede sowie bereits existierender Kooperationen, um Ansatzpunkte für Informations- und Qualitätsverbesserungen zu generieren.

Methoden und Inhalte

Ausgangspunkt dieser Studie ist die erst kürzlich erlassene EU-Richtlinie über Patientenrechte in der grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung, ergänzt durch bereits existierende Forschungsergebnisse. Die Studie wird sich auf diejenigen Bereiche konzentrieren, in denen die erforderlichen Informationen unvollständig sind. Das Projekt umfasst neben den üblichen Arbeitspaketen wie Projektstart und Verwaltung zwei weitere Gruppen. Die erste Gruppe befasst sich mit einer Reihe von Schlüsselfragen, die geklärt werden müssen, damit die grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung funktionieren kann. Dazu gehören die Qualifikation von Gesundheitspersonal und Schadensersatzansprüche im Falle von Ärztefehlern (WP1), die Behandlungspfade in unterschiedlichen Ländern (WP2), die Zugänglichkeit, Verständlichkeit sowie Nützlichkeit gesammelter Patientendaten (WP3); die rechtlichen Grundlagen und die praktische Umsetzung der Verschreibung und Abgabe von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln (WP4); die Art und Weise mittels der Patienten Information über die Qualität von Versorgungseinrichtungen finden können (WP5) sowie die Berichterstattung und Qualitätssicherung (WP 10). Die zweite Gruppe von Arbeitspaketen betrachtet detailliert vier Bereiche, in welchen bereits grenzüberschreitende Kooperationen stattfinden, um praktische Probleme sowie Möglichkeiten zu deren Überwindung zu identifizieren. Dazu gehören: Pflege (WP6), Krankenhaussektor (WP7), Telemedizin (WP8) und Zahnmedizin (WP9).

Arbeitspakete

ECAB Arbeitspakete (AP)
No.
WP1
Gesundheitspersonal
WP2
Behandlungspfade in unterschiedlichen Ländern
WP3
Behandlungsunterlagen und Verfahren der Datensammlung
WP4
Verschreibung und Abgabe von (verschreibungspflichtigen) Arzneimitteln
WP5
Wahlmöglichkeiten für Patienten und die öffentliche Berichterstattung
WP6
Pflege im grenzüberschreitenden Kontext
WP7
Krankenhauskooperationen in Grenzregionen
WP8
Telemedizin/eGesundheit
WP9
Grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung in der Zahnmedizin
WP10
Berichterstattung und Qualitätssicherung
WP11
Bewertung des Ausmasses der grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung
WP12
Schlussfolgerungen und Empfehlungen an die Politik
WP13
Verbreitung
WP14
Projektmanagement

Partner

LSE Health: London School of Economics and Political Science - Health Centre, Großbritannien
OBS: Europäisches Observatorium für Gesundheitssysteme und Politik, Belgien/Dänemark   LSHTM: London School of Hygiene und Tropical Medicine, Großbritannien
OSE: Observatoire social européen, Belgien
UM: Universiteit Maastricht, Holland   TUB: Technische Universität Berlin, Deutschland
ECSW: Europäisches Zentrum für Wohlfahrtspolitik und Forschung, Österreich
UB: Universität Barcelona (Universitat de Barcelona), Spanien
IVZ-RS: Institut für öffentliche Gesundheit der Republik Slowenien, Slowenien
PRAXIS: PRAXIS Center for Policy Studies, Estland   STAKES: Nationales Forschungs-und Entwicklungszentrum für Wohlfahrt und Gesundheit, Finnland   Semmelweis: Semmelweis Egyetem, Ungarn   VED: Regione del Veneto, Italien

Zusatzinformationen / Extras

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