Inhalt des Dokuments
Seminar EU-Gesundheitspolitik
Blockseminar von Prof. Dr. Reinhard Busse
(mit Dr. Matthias Wismar, European Observatory on Health Systems and Policies)
Insbesondere geeignet für Studierende der Europawissenschaften und Public Health
Die Gesundheitspolitik gewinnt innerhalb der Europäischen Union immer mehr an Bedeutung. Nach Art. 168 Abs. 7 des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) liegt die Verantwortung für die Gesundheitspolitik, sowie für die Organisation des Gesundheitswesens und die medizinische Versorgung der europäischen Bürger bei den Mitgliedstaaten; das EU-Gesundheitswesen ist somit nicht harmonisiert. EU-Eingriffe in Gesundheitssysteme erfolgen aber sehr wohl durch u.a. Arbeitsrecht, Wettbewerbsrecht und Binnenmarktrecht, und ab 2013 durch die „Richtlinie über die Ausübung der Patientenrechte in der grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung“. Infolgedessen ist das EU-Mandat hinsichtlich Gesundheit inzwischen ziemlich weitreichend.
Aufbauend auf diesen theoretischen Hintergrund gibt das Seminar zunächst einen Überblick über Kompetenzen der EU bezüglich verschiedener Aspekte der Gesundheitsversorgung. Einzelne Aspekte werden im Blockseminar vertieft.
Abschließend werden die Teilnehmer case studies bearbeiten, indem sie aus Sicht eines vorgegebenen EU-Landes Stellung zu (fiktiven) vorgeschlagenen Änderungen der "Richtlinie über die Ausübung der Patientenrechte in der grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung" nehmen. Die Studierenden sollten sowohl die Interessen des vorgegebenen Landes vertreten, als auch den Vorsitz bei einer Sitzung führen können. Ziel ist es einen Entwurfs-Vorschlag zu erarbeiten, auf den sich alle Länder einigen können.
Anmeldung bis zum 4.6. im Sekretariat (Bitte Matrikelnummer und Studiengang mitangeben.)!
Anforderungen:
- Teilnahmeschein: aktive mündliche Beteiligung
- Leistungsnachweis (2,5 ECTS): aktive mündliche Beteiligung + Hausarbeit von 10-15 Seiten (zu den gleichen Themen)
- Seminarsprache: Deutsch oder Englisch (Absprache am 4.6.)
- Gewichtung schriftlich / mündlich: 60: 40
- Abgabe der Hausarbeit bis zum 20. Juli 2013 (oder nach Absprache) per Mail an Prof. Dr. Reinhard Busse mig@tu-berlin.de und Kristina Unger unger@europawissenschaften-berlin.de
Literatur:
Wismar M. et al. 2011. Cross-border Health Care in the European Union. Mapping and analyzing practices and policies. World Health Organization on behalf of the European Observatory on Health Systems. http://www.euro.who.int/__data/assets/pdf_file/0004/135994/e94875.pdf
| Folgende Themen stehen dafür zur Verfügung (jeweils ein Thema für 3 Teilnehmer): |
|---|
| 1. Reimbursement for rare diseases |
| 2. Hospital treatment in border regions |
| 3. Electronic EHIC (European Health Insurance Card) |
| 4. Drugs’ market authorisation only by EMA |
| 5. Uniform EU-wide exam for health professionals |
| 6. EU-wide quality indicators |
| 7. Choice of health insurer |
| 8. Risk compensation mechanism |
| Ort: TU Berlin, Raum: wird noch bekannt gegeben (bei nicht mehr als 15 Teilnehmern in H 8173/74) | |
|---|---|
| Dienstag, 4. Juni (18.00 – 20:00) | thematische Einführung und Verteilung der Materialien (diese Veranstaltung kann auch einzeln ohne Kreditpunktevergabe besucht werden) |
| Montag, 24. Juni (9.15 – max. 18h) | Blockseminar |
| Dienstag, 25. Juni (9.15 – max. 14h) | Blockseminar |
Weitere Informationen erhalten Sie von Dr. Wilm Quentin.

