TU Berlin

Management im GesundheitswesenI.DiGA

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I.DiGA

Wege zu einer besseren Implementierung von digitalen Gesundheitsanwendungen in die Gesundheitsversorgung der GKV

Lupe

Projektdauer: März 2019 - Dezember 2020

 

Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) bezeichnen kooperative und/oder interaktive Anwendungen von modernen Informations- und Kommunikationstechnologien zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung und Bevölkerungsgesundheit (insbesondere über die Nutzung von mobilen Endgeräten). DiGA haben in den letzten Jahren Innovationsimpulse im Gesundheitswesen gesetzt, aber – zumindest hinsichtlich der von PatientInnen selbst angewendeten DiGA – ihr Potenzial hauptsächlich im sogenannten zweiten (d. h. dem privat finanzierten) Gesundheitsmarkt entfalten können. Im Versorgungsalltag werden LeistungserbringerInnen, insbesondere ÄrztInnen und Pflegepersonal, zunehmend mit z. B. App-basierten Daten und Interventionen konfrontiert, die deren PatientInnen bisher losgelöst vom ärztlichen Handeln nutzen. Sowohl bestimmte von PatientInnen eigenständig genutzte DiGA als auch von PatientInnen und LeistungserbringerInnen gemeinsam genutzte DiGA sollen nunmehr in die GKV integriert werden.

Die Integration von DiGA in die GKV-Regelversorgung in Deutschland sieht sich mit zwei wesentlichen Problemen konfrontiert: (1) deren Inkompatibilität mit den bestehenden Leistungsbereichen der GKV-Regelversorgung und (2) die eingeschränkte Eignung von im SGB V vorgesehenen und durch die Selbstverwaltung ausgestalteten Verfahren und Methoden, die eine zügige Implementation, d. h. Nutzung und Vergütung, von DiGA erlauben würden. Daher sieht der Gesetzgeber die Schaffung eines neuen Leistungsbereiches für die beiden zwei oben genannten DiGA-Arten vor.

Im Rahmen dieses bis Ende 2020 vom Bundesministerium für Gesundheit geförderten Projekts sollen gemeinsam mit ExpertInnen und relevanten AkteurInnen im Gesundheitssystem Grundlagen diskutiert, Handlungsbedarfe identifiziert und Lösungsvorschläge zu diesem Thema entwickelt werden. Auf Basis bereits entwickelter (internationaler) Konzepte, ExpertInnenmeinungen, Workshops und eigenen Überlegungen sollen diese Schwerpunkte bis zum Abschluss des Projektes bearbeitet werden und daraus Ansätze und Konzepte für ein für den deutschen Versorgungskontext geeignetes Verfahren entwickelt werden.

Die Projekt-Schwerpunkte liegen – nach Definitorik und Kategorisierung von DiGA – auf der Analyse und Konzeption von: (1) geeigneten Health-Technology-Assessment (HTA)-Verfahren für DiGA, (2) geeigneten Studiendesigns für einen Nutzennachweis von DiGA, (3) Preisbildungs- und Vergütungssystematiken und weiteren Anreizstrukturen von DiGA sowie (4) entsprechenden Verfahren zur Implementierung von DiGA in die GKV-Regelversorgung. Das Projekt ist dementsprechend in fünf Arbeitspakete, sogenannte Metasprints, gegliedert (vgl. Abb. 1).

Abb. 1/Fig. 1
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Bisherige Ergebnisse

Workshop 1 (27.06.2019): Ansätze für eine Kategorisierung

Workshop 2 (09.09.2019): Anforderungen an Bewertungsverfahren und Evaluationsdesigns I

Workshop 3 (30.10.2019): Anforderungen an Bewertungsverfahren und Evaluationsdesigns II

AG Mobile Anwendungen

 

 

Projektmitglieder

  • Prof. Dr. med. Reinhard Busse
  • Dr. Dimitra Panteli
  • Dr. Victor Stephani
  • Hendrikje Lantzsch

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