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TU Berlin

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K:IDD - Krankenhaus: Impulse für Deutschland aus Dänemark

Die deutsche Krankenhauslandschaft ist geprägt von einer Dezentralisierung des Leistungsangebots, geringer Spezialisierung und deutlichen Überkapazitäten. Dies führt zu Über-, Unter- und Fehlversorgung im stationären Sektor, was nicht zuletzt durch eine große Qualitätsvariation sichtbar wird.

Zu lang wurde auf Seiten der Bundesländer auf eine einfache Fortschreibung der Krankenhausplanung beharrt und auf eine bundesweite Rahmenplanung verzichtet. Dies führte dazu, dass heute insb. in urbanen Regionen Mehrfachstrukturen vorgehalten werden, die weder medizinisch noch ökonomisch als zielführend erachtet werden können.

Andere europäische Länder mit ähnlichen Ausgangsbedingungen am Ende des 20. Jahrhunderts haben in den vergangenen Jahren damit begonnen, stationäre Strukturen stärker an der Qualität der Leistungserbringung auszurichten und entsprechend umzubauen. 

Das Projekt K:IDD zielt darauf ab, von diesen Entwicklungen zu lernen und Impulse zur Weiterentwicklung der deutschen Krankenhauslandschaft zu generieren. Innerhalb des Projekts wird analysiert, inwieweit das deutsche Gesundheitswesen insb. vom Nachbarland Dänemark lernen kann. Denn dort wird die Versorgung seit Anfang der 2000er Jahre in einem fortlaufenden Prozess neu strukturiert. So wurden u.a. Krankenhäuser neu gebaut, viele kleinere Häuser geschlossen und insgesamt die Zahl der Standorte mit Notaufnahmen halbiert. Übergeordnetes Projektziel ist es, zu prüfen, welche inhaltlichen und methodischen Voraussetzungen in Deutschland geschaffen werden müssen, um Teile der dänischen Reform in die deutsche Krankenhausversorgung zu integrieren und für eine verbesserte Patientenversorgung zu nutzen. Das Projekt ist in drei Arbeitspakete gegliedert: (1) Bestandsaufnahme der deutschen Krankenhauslandschaft und Vergleich mit dem „dänischen Modell“, (2) detaillierte Analyse der Reform in Dänemark und (3) Übertragbarkeit der dort gewonnenen Erkenntnisse auf Deutschland. Dafür werden innerhalb der Projektlaufzeit u. a. deutsche und dänische Abrechnungsdaten analysiert, Dokumentenanalysen vorgenommen und Workshops durchgeführt, in denen Experten die Reformen diskutieren und unterschiedliche Szenarien durchspielen, um die Bedingungen und Auswirkungen der Reform besser einschätzen zu können. Abschließend sollen elementare Umsetzungshinweise und Handlungsalternativen zur Verbesserung der Patientenversorgung in Deutschland den relevanten gesundheitspolitischen Akteuren aufgezeigt werden. Das Projekt wird für zwei Jahre mit insgesamt ca. 796.000,00 € gefördert.

Durch den partizipativen Ansatz und die Einbindung aller relevanten Akteure können die Erkenntnisse aus der Tiefenanalyse der dänischen Krankenhausstrukturreform wichtige und dabei konkrete wie praktikable Handlungsempfehlungen für die notwendige Reformierung der Krankenhauslandschaft in Deutschland geben und so langfristig die Versorgung verbessern.

 

Konsortialführung

Fachgebiet Management im Gesundheitswesen (MiG), TU Berlin

 

Konsortialpartner

BKK Dachverband, Deutsches Krankenhaus Institut, Zentralinstitut der kassenärztlichen Versorgung

Förderkennzeichen: 01VSF18044

 

 

Publikationen

Berger E, Busse R, Finger B, Focke K, Geissler A (2018): Krankenhaus: Impulse aus Dänemark für Deutschland. G&S Gesundheits- und Sozialpolitik, Jahrgang 72 (2018), Heft 3, Seite 19-24. DOI: 10.5771/1611-5821-2018-3-19

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