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TU Berlin

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Optimierte Arzneimittelversorgung für pflegebedürftige geriatrische Patienten (OAV)

Hintergrund

Lupe

Stürze, Magenblutungen und Demenzen sind häufige Symptome oder Erkrankungen bei pflegebedürftigen Senioren. Zumeist werden diese dem Alter der Patienten zugeschrieben, tatsächlich aber oft durch Arzneimittel verursacht. Bis zu 30 % der pflegebedürftigen Senioren in Deutschland leiden unter zu vielen Arzneimitteln und dadurch bedingte Neben- und Wechselwirkungen. Sowohl für die Patienten als auch für die Pflegenden ist dies eine große Belastung und resultiert in einem pflegerischen und medizinischen Mehraufwand.

Ziele

Das Projekt „Optimierte Arzneimittelversorgung für pflegebedürftige geriatrische Patienten (OAV)“, das durch den Innovationsfonds des Bundes über drei Jahre mit 6,6 Millionen Euro gefördert wird, hat zum Ziel, die arzneimittelbedingten Neben- und Wechselwirkungen nach dem Leitgedanken der Geriatrie „So wenig wie möglich, so viel wie nötig“ reduziert. Das OAV-Projekt basiert auf erfolgreichen regionalen Vorläuferprojekten. Nun geht es um den Machbarkeitstest für eine zukünftige Regelversorgung in der Fläche. 

Methoden und Inhalte

Kernstücke der „Optimierten Arzneimittelversorgung für pflegebedürftige geriatrische Patienten (OAV)“ sind eine neue Form der Zusammenarbeit und ein klinisch geprüftes, EDV-unterstütztes Risikomanagement, das in ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen gemeinsam mit den versorgenden Apotheken und Ärzten etabliert wird. Um die Risikokommunikation zwischen den Beteiligten sowie die gemeinsame interdisziplinäre Qualifikation zu verbessern, durchlaufen die beteiligten Pflegefachkräfte, Apotheker und Ärzte vor Ort eine duale betriebliche Ausbildung mit Hochschulanteilen der praktischen Geriatrie.

Evaluation

Die Evaluation des OAV-Projektes ist bei dem Fachgebiet Management im Gesundheitswesen der TU Berlin angesiedelt. Im Rahmen der Evaluation soll analysiert werden, ob die neue Versorgungsform zu einer kosteneffektiven, signifikanten Verbesserung sowohl gesundheitlicher Outcomes als auch der medikamentösen Versorgung von geriatrischen Patienten im Vergleich zur Regelversorgung führt. Die Evaluation der Intervention erfolgt im Rahmen eines quasi-experimentellen Designs mit Propensity Score Matching (PSM) und Clustering (Gruppierung der Patienten innerhalb der Pflegeeinrichtungen). Als Kontrollgruppe werden nicht an der neuen Versorgungsform teilnehmende Versicherte der beteiligten Kassen in Pflegeeinrichtungen herangezogen. Die Outcomes werden anhand von Routinedaten gemessen.

Projektpartner

Projektpartner sind neben dem Konsortialführer AOK Nordost die Gero PharmCare GmbH, die IKK Brandenburg und Berlin, die VIACTIV-Krankenkasse, die Universität Witten/Herdecke, die Technische Universität Berlin und die Apothekerkammer Nordrhein.

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