TU Berlin

Management im GesundheitswesenPRÄP-GO

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Prähabilitation von älteren Patient*innen mit Gebrechlichkeitssyndrom vor elektiven Operationen (PRÄP-GO)

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Hintergrund

Derzeit werden jedes Jahr in Deutschland knapp 16 Millionen chirurgische Eingriffe in Krankenhäusern durchgeführt. Etwa 40 Prozent dieser Eingriffe finden bei Patient*innen über 70 Jahren statt. Viele Patient*innen haben mit zunehmendem Alter eine eingeschränkte funktionelle Reserve (Gebrechlichkeitssyndrom, englisch: Frailty-Syndrom). Das Frailty-Syndrom geht mit Einschränkungen in Mobilität, Muskelkraft und körperliche Reserven einher. Das Risiko für Komplikationen nach operativen Eingriffen ist bei Vorliegen eines Frailty-Syndroms deutlich erhöht. Schwerwiegende langfristige Konsequenzen können ein Verlust der Selbstständigkeit und Lebensqualität sein.

Ziele

Ziel des Projekts ist es, bei chirurgischen Patient*innen mit Frailty-Syndrom die Selbständigkeit nach einer Operation zu erhalten oder zu verbessern und Pflegebedürftigkeit zu vermeiden. Dafür soll das Frailty-Syndrom im Vorfeld der Operation zielgerichtet behandelt werden.

Methodik

In zwölf chirurgischen Zentren werden Patient*innen über 70 Jahre vor einer Operation hinsichtlich ihrer funktionellen Reserven untersucht und 1.400 Patient*innen mit Frailty-Syndrom zufällig in zwei Gruppen eingeteilt. Patient*innen der Interventionsgruppe werden partizipativ vor der Operation in eine Entscheidungsfindungskonferenz eingebunden und erhalten eine gezielte ambulante oder stationäre Vorbereitung auf die Operation. Die Kontrollgruppe erhält eine übliche Behandlung. Ein Jahr nach der Operation wird verglichen, ob sich die Pflegegrade der Patient*innen zwischen den beiden Gruppen unterscheiden. Zusätzlich werden medizinische und gesundheitsökonomische Parameter sowie die Lebensqualität evaluiert und das Umsetzungspotenzial von PRÄP-GO als neue Versorgungsform analysiert. Das Projekt wird für drei Jahre mit insgesamt ca. 8,7 Millionen Euro vom Innovationsausschuss gefördert.

Projektpartner

Das Fachgebiet Management im Gesundheitswesen leitet in PRÄP-GO die ökonomische Evaluation des Projekts sowie die Analyse des Umsetzungspotentials. Projektpartner sind neben dem Konsortialführer Charité Universitätsmedizin Berlin, die Ludwigs-Maximilians Universität München, die BARMER, das St. Joseph Krankenhaus Berlin Tempelhof GmbH, die Hausarztpraxis Landgraf und das Institut für Allgemeinmedizin der MHB-Fontane.

Weitere Informationen

https://praep-go.de/

https://innovationsfonds.g-ba.de/projekte/neue-versorgungsformen/praep-go-praehabilitation-von-aelteren-patienten-mit-gebrechlichkeitssyndrom-vor-elektiven-operationen.276

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