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TU Berlin

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"Best Practice" im Gesundheitswesen oder warum wir evidenz-basierte Medizin, Leitlinien und Health Technology Assessment brauchen

Autor
Perleth M, Jakubowski E, Busse R

Verlag
Z ärztliche Fortbildung Qualitätssicherung 94(9): 741-744

 

 

Zusammenfassung

Ein wachsendes Interesse an einer stärker evidenzbasierten Gesundheitsversorgung hat in den letzten Jahren zu einer intensiven Debatte darüber geführt, wie ein effektiver Transfer von aktuellem Wissen in die Entscheidungsfindung auf den verschiedenen Ebenen der Gesundheitsversorgung erreicht werden kann.

Im Rahmen eines von der Europäischen Kommission geförderten Projekts wurde eine Literaturübersicht über den Begriff ‘Best Practice’ sowie zu den konstituierenden Schlüsseldisziplinen erstellt. Hierzu gehören die evidenzbasierte Medizin (EBM), Leitlinienentwicklung und Health Technology Assessment (HTA), in denen Methoden verwendet werden, die zunehmend auf systematisch erstellte Übersichten der besten verfügbaren Evidenz zurückgreifen.

Der Begriff „Best Practice“ entstammt dem Kontext der Organisationsentwicklung von Verwaltung und Industrie als Oberbegriff für die Verbesserung von Prozessen hinsichtlich Qualität, Effizienz und Output. In der Übertragung auf das Gesundheitswesen kann „Best Practice“ als direkter Rückgriff auf eine solide Evidenzbasis oder als Entscheidungsfindung aufgrund von evidenzbasierten Empfehlungen definiert werden.

EBM, HTA und Leitlinien werden als Kernelemente dieses Konzepts in ihrem Verhältnis zueinander untersucht und in eine Rahmenkonzeption für „Best Practice“ eingebunden. Dabei wird in einem iterativen Modell zwischen den Dimensionen Input, Dissemination / Implementation sowie Outcome unterschieden. Es zeigt sich, dass für eine konsequente Umsetzung des Konzepts in die gesundheitswissenschaftliche und -politische Praxis noch erheblicher Forschungs- und Entwicklungsbedarf besteht. Dieser Bedarf zeigt sich insbesondere in der Notwendigkeit der Schließung zahlreicher Evidenzlücken, des Ausbaus und der Vernetzung von Datenbanken sowie der Entwicklung neuer Wege zur Verbesserung der Umsetzung von Evidenz in die Praxis.

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