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TU Berlin

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Gesundheitsökonomische Aspekte der Pharmako­therapie älterer Menschen

Autor
Gericke C, Busse R

Verlag
ArzneimForsch DrugRes 53(12): 918-921

Zusammenfassung

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Der demographische Wandel in industrialisierten Ländern mit einem langfristig zunehmenden Anteil älterer Menschen an der Gesamtbevölkerung wird häufig als einer der Hauptfaktoren für eine künftige Steigerung der Kosten im Gesundheitswesen verantwortlich gemacht. In der Tat wird für Deutschland eine Zunahme der über 60jährigen von 24 % der Gesamtbevölkerung im Jahr 2001 auf 37 % im Jahr 2050 projiziert. Der relative Anteil der über 80jährigen wird dabei noch mehr ansteigen: von derzeit 4 % auf 12 % . Dies geschieht bei gleichzeitiger Abnahme der Gesamtbevölkerung von 82,4 auf 75,1 Millionen.

Bevölkerungsprojektionen über überschaubare Zeiträume sind relativ stabil, da sie, von Katastrophen und Kriegen abgesehen, im Wesentlichen auf zwei Variablen beruhen: Fertilität und Sterblichkeit. Kostenprojektionen hingegen unterliegen einer erheblich größeren Unsicherheit, da sie auf einer Vielzahl von zum Teil schlecht vorhersehbaren Variablen beruhen. Dies zeigt sich auch darin, daß wichtige Kostentreiber zwischen Ländern mit vergleichbarem Lebensstandard und Einkommen beträchtlich variieren, z. B. die Anzahl älterer Menschen, die in Pflegeinstitutionen untergebracht sind. So betrug der rein durch die Bevölkerungsalterung bedingte Zuwachs an den Gesamtgesundheitsausgaben zwischen 1940 und 1990 in den USA nur 15 %.

Gesundheitsökononomische Evaluation vergleicht Kosten und Nutzen medizinischer Leistungen. Sie dient in erster Linie einer effizienteren Ressourcenallokation und kann Entscheidungshilfen bei der Wahl zwischen Behandlungsalternativen mit unterschiedlicher Wirksamkeit und unterschiedlichen Kosten bieten. In einigen europäischen Ländern werden für neue Medikamente zunehmend pharmakoökonomische Analysen vor Entscheidungen zur Kostenerstattung durch Krankenversicherer verlangt. Auf die spezielle Problematik ökonomischer Evaluation von Pharmaka für ältere Menschen wird im Folgenden eingegangen. Dabei werden Kosten- und Nutzenaspekte berücksichtigt.

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