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Kommentar zu “ Kein Einfluss der Psyche auf das Krebsrisiko. Große dänische Kohortenstudie widerlegt einen langlebigen Mythos“

(Dalton SO, Mellemkjaer L, Olsen JH, Mortensen PB, Johansen C. Depression and cancer risk: a register-based study of patients hospitalized with affective disorders, Denmark, 1969-1993. Am J Epidemiol 2002;155:1088-95)

Autor
Gericke C, Busse R
Verlag
InFoOnkologie 7(4): 356-359

Zusammenfassung

Die Hypothese, dass Depressionen und andere psychische Belastungen ursächlich zu Krebserkrankungen führen, ist in der Bevölkerung und bei Angehörigen der Gesundheitsberufe weit verbreitet. Die kausale Verbindung zwischen psychischen Erkrankungen und Krebs wird dabei im Immunsystem gesehen. Depressionen und Stress sollen zu einer Beeinträchtigung des Immunsystems führen, die ihrerseits zu einer erhöhten Suszeptibilität gegenüber der Entstehung oder der Progression maligner Erkrankungen führt. Eine erhöhte Inzidenz für manche Neoplasien, insbesondere Non-Hodgkin- Lymphome, bei Patienten mit spezifischen Immundefizienzsyndromen scheint diesen Zusammenhang zu stützen. Bei depressiven Patienten wiederum wurde eine Reihe von immunologischen Auffälligkeiten beschrieben.Allerdings könnten Änderungen im Verhalten und in der Lebensführung, insbesondere Änderungen der Ernährungsgewohnheiten, Alkoholabusus und Rauchen, ebenso eine erhöhte Inzidenz von Neoplasien bei depressiven Patienten verursachen. Um den Zusammenhang zwischen Depressionen und malignen Erkrankungen zu untersuchen, führten Dalton et al. eine große Kohortenstudie bei fast 90 000 dänischen Patienten durch, die im Zeitraum 1969–1993 wegen einer Depression stationär behandelt wurden. Dabei wurde das nationale Patientenidentifizierungssystem genutzt, in dem jeder Patient bei Geburt eine persönliche Identifikationsnummer erhält, die es ermöglicht, 95–100% aller Erkrankungsdaten der Bevölkerung durch Abgleich von Krankheitsregistern und anderen Datensystemen zu erfassen.

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