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TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Rationierung im Krankenhaus – vertretbar oder gar notwendig?

Autor
Gericke C, Busse R

Verlag
In: Krukemeyer MG, Marckman G, Wiesing U (Hrsg.) Krankenhaus und Soziale Gerechtigkeit. Stuttgart: Schattauer: 53-71

 

 

Zusammenfassung

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Christian Gericke und Reinhard Busse greifen in ihrem Artikel "Rationierung im Krankenhaus: vertretbar oder gar notwendig?" die bereits von Paeger angesprochene Forderung nach Effektivität (Zielerreichung) bei gleichzeitiger Effizienz (Mitteleinsatz) auf. Dabei gelangen sie zu dem Ergebnis, dass "Rationalisierung ... damit Grundvoraussetzung einer fairen Rationierung [ist], da jede Erbringung von ineffizienten medizinischen Leistungen Verschwendung von Mitteln ist." (S. 56) Damit stellt sich dann aber zugleich auch die Frage, wo Rationalisierungspotenzial besteht (z. B. durch Evaluation der angewandten Technologien). Rationalisierungspotenziale können allerdings i. d. R. nur einmal "gehoben" werden, so dass sich dennoch die Frage der Rationierung stellt. Diese kann entweder verdeckt oder offen gestaltet werden (S. 65). Diese Frage sehen die Autoren für Deutschland als nach wie vor ungelöst an, wobei sie diesbezüglich Hilfestellung durch die DRGs erwarten. Denn diese können, so ihre Erwartung, "Transparenz über die tatsächlich im Krankenhaus erbrachten Leistungen und ihre Kosten" hervorbringen (S. 66). Nach Auffassung von Gericke und Busse ist eine explizite Rationierung grundsätzlich einer impliziten, d. h. verdeckten, vorzuziehen, auch vor dem Hintergrund einer sozial gerechten Ressourcenallokation. Explizite Rationierung erfordert aber eine öffentlich transparente Prioritätensetzung, für die nach Ansicht der Autoren aber bei den deutschen Gesundheitspolitikern einschließlich der Verbände der Selbstverwaltung das Verständnis und der Wille fehlen (S. 67).

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