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TU Berlin

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Misteltherapie als begleitende Behandlung zur Reduktion der Toxizität der Chemotherapie maligner Erkrankungen

Autor
Lange-Lindberg A-M, Velasco Garrido, Busse R
Verlag
  • GMS Health Technol Assess 2: Doc18
  • Schriftenreihe Health Technology Assessment, Bd. 44

Zusammenfassung

Einleitung
Im Jahr 2002 verstarben mehr als 200.000 Männer und Frauen in Deutschland an einem bösartigen Tumorleiden, somit sind 28% aller Todesfälle der Männer und 22% aller Todesfälle der Frauen auf die Diagnose Krebs (ICD-9: 140-208, ICD-10: C00-C97) zurückzuführen. Die Behandlung onkologischer Patienten besteht unter anderem aus Chirurgie, Radiotherapie und Chemotherapie. Die Chemotherapie verwendet hochtoxische Pharmaka, die bei der Mehrheit der behandelten Patienten zu einer Reihe von Nebenwirkungen führen, die unter Umständen lebensbedrohlich sein können und die weitere Behandlungen erfordern. Art und Schweregrad dieser Nebenwirkungen ist ein limitierender Faktor bei der Behandlung von Krebskrankheiten. Die Toxizität der Chemotherapie ist einer der Faktoren, die die gesundheitsbezogene Lebensqualität onkologischer Patienten während der Behandlung beeinträchtigen.

Mistelpräparate, die den so genannten unkonventionellen Behandlungsmethoden zugeordnet werden, werden in Deutschland in der Behandlung von Krebserkrankungen eingesetzt. Mistelextrakte können entweder als alleinige Therapie oder als die konventionelle Chemotherapie begleitende Behandlung eingesetzt werden, wobei einer ihre Effekte die Abmilderung der Toxizität der Chemotherapie sein könnte. Letzteres ist Thema dieses Berichts.
Der aktuelle regulatorische Rahmen - insbesondere die vom Gemeinsamen Bundesausschuss verabschiedete und in den Arzneimittelrichtlinien verankerte so genannte OTC-Ausnahmeliste (OTC = Over-the-counter) - ermöglicht die Verordnung von auf das Mistellektin standardisierten Mistelpräparaten in der palliativen Behandlung von Krebspatienten zur Verbesserung der Lebensqualität auf Kosten der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Die Verordnung von Mistelpräparaten auf Kosten der GKV ist zulässig, wenn „Mistel-Präparate, parenteral, auf Mistellektin standardisiert, in der palliativen Therapie von malignen Tumoren zur Verbesserung der Lebensqualität“ eingesetzt werden. Nicht-normierte Präparate im Rahmen von anthroposophischen bzw. homöopathischen Behandlungen sind jedoch auch für kurative bzw. supportive onkologische Behandlungen erstattungsfähig.

Fragestellung
Hauptfragestellungen sind:

  •  Verringert die Addition der Misteltherapie zur konventionellen

    Chemotherapie maligner Erkrankungen die chemotherapiebedingte Toxizität?

  • Wird durch die Addition der Misteltherapie zur konventionellen

    Chemotherapie maligner Erkrankungen eine bessere Lebensqualität im

    Vergleich zur alleinigen konventionellen Chemotherapie erreicht?

Zusätzliche Forschungsfragen sind:

  •  Hat die Addition der Misteltherapie zur konventionellen

    Chemotherapie Auswirkungen auf die Überlebenszeit onkologischer

    Patienten?

  • Hat die Addition der Misteltherapie zur konventionellen Chemotherapie Auswirkungen auf die Remission des Tumors?

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