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TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Von der Bewertung innovativer Arzneimittel zur Preisbildung – wie gehen andere Länder vor?

Autor
Zentner A, Busse R
Verlag
Die Ersatzkasse 90(3):101-103

 

 

Zusammenfassung

Jüngst hat der G-BA die ersten Aufträge zur Kosten-Nutzenbewertung patentgeschützter Arzneimittel an das IQWiG erteilt. Auf dieser Basis soll der GKV-Spitzenverband erstmals in Deutschland einen zu erstattenden Höchstbetrag für nicht festbetragsfähige Arzneimittel bestimmen. Deutschland befindet sich mit diesem Verfahren in guter Gesellschaft: International steigt die Anzahl der Länder kontinuierlich an, die unter dem Druck zunehmender Arzneimittelausgaben innovative Medikamente einer systematischen, vergleichenden Bewertung unterziehen. Ziel dieser Evaluationen nach der Marktzulassung ist es, (1) über die Erstattungsfähigkeit zu entscheiden und (2) Preise zu regulieren. Denn zum „Mehrwert“ eines Arzneimittels oder zu seinen Kosten im Vergleich zu Therapiealternativen liefern die Marktzulassungsbehörden keine Erkenntnisse. In ihrer „evidenzbasierten“ Preisbildungstrategie wählen die Länder unterschiedliche Wege: Einige – wie z.B. Frankreich – machen die Arzneimittelbewertung zur Grundlage, um Preise für innovative Arzneimittel auf gesamtstaatlicher Ebene zu verhandeln. Andere – wie die USA – setzen auf Verhandlungslösungen in Einzelverträgen und lehnen damit das „kollektive“ Prinzip ab. Dritte – wie die Niederlande und Großbritannien – akzeptieren die vom Hersteller gesetzten Preise unter der Bedingung einer nachweislichen klinischen Überlegenheit gegenüber Behandlungsalternativen und der Einhaltung von Kosteneffektivitätsgrenzen. Finnland illustriert, dass Investitionen der Hersteller in Forschung und Entwicklung explizit Berücksichtigung finden können.

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