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Management im GesundheitswesenBusse R (2012): Vielleicht die am wenigsten wahrgenommene, aber keinesfalls unwichtigste Rolle des Rainer Hess: the Federal Joint Committee’s Foreign Affairs. In: Begegnungen – Festschrift zur Verabschiedung von Dr. Rainer Hess ...

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Vielleicht die am wenigsten wahrgenommene, aber keinesfalls unwichtigste Rolle des Rainer Hess: the Federal Joint Committee’s Foreign Affairs.

Autor
Busse R
Verlag
In: Begegnungen – Festschrift zur Verabschiedung von Dr. Rainer Hess als unparteiischer Vorsitzender des Gemeinsamen Bundesausschusses. S. 270 – 271

 

 

Zusammenfassung

Ich kenne Rainer Hess schon sehr lange, länger als ich meinen Lehrstuhl an der TU Berlin inne habe (seit April 2002) und damit länger als er den Vorsitz des Gemeinsamen Bundesausschusses. Statt lange zurückzublicken, um für ihn Typisches widerzugeben, möchte ich in die nähere Vergangenheit gucken, um am Beispiel von zwei kurzen, mir typisch erscheinenden Szenen ein Phänomen zu beleuchten, das im Inland viel zu wenig wahrgenommen wird – und von denen, die es wahrnehmen, anscheinend oftmals nicht gewürdigt wird (wenn sie nicht gar dagegen sind): seine nicht zu unterschätzende Rolle als inzwischen global agierender „Botschafter“ des G-BA, und damit des deutschen Gesundheitssystems. … Rainer Hess gehört zu den in unserem deutschen Selbstverwaltungssystem wirklich ganz wenigen, die einerseits im Ausland unser System engagiert und mit Geduld erläutern (was ja nicht ganz einfach ist – oder wie begründet man, dass wir ein Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit und eines für Qualität haben?), die aber andererseits auch bereit sind, von dort zu lernen. Beides zusammen ist im deutschen Gesundheitssystem leider allzuselten selten. Wer nimmt die OECD-Zahlen zur Kenntnis, dass bei uns die stationäre Sterblichkeit beim Herzinfarkt über dem Schnitt unserer Nachbarn liegt (und wer von denen, die es wissen, weist nicht sofort auf den vermeintlich besseren Rettungsdienst bei uns hin, der das ja alles „erkläre“), wer will lernen, warum in Norwegen die 5-Jahres-Überlebensraten beim Gebärmutterhalskrebs deutlich höher als in Deutschland sind? Rainer Hess kommt hier für das System eine Vorreiterrolle zu. Ich hoffe, dass sein Nachfolger in diese Stiefel treten möchte – und dass die Trägerorganisationen ihn auch lassen, dass also die „Foreign Affairs“ des Federal Joint Committees nicht nur ein persönliches Hobby bleiben, sondern weiterhin zu den Kernaufgaben des G-BA gehören. Die Patienten in Deutschland, die Leistungserbringer und unser Gesundheitssystem insgesamt können davon nur profitieren.

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