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TU Berlin

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Beatmungsfälle und Beatmungsdauer in deutschen Krankenhäusern

Autor
Biermann A, Geissler A
Journal
Der Anästhesist 65(9); DOI: 10.1007/s00101-016-0208-x

 

 

Zusammenfassung

Hintergrund

Seit 2003/04 werden die in deutschen Krankenhäusern erbrachten Leistungen gegenüber den Krankenkassen mit DRG-basierten Fallpauschalen abgerechnet. Die Beatmung von Patienten und ihre Dauer stehen dabei immer wieder in Verdacht, als erlössteigernde Prozedur zu Unrecht kodiert bzw. unnötig lange durchgeführt zu werden.

Ziel der Arbeit

Ziel der vorliegenden Untersuchung ist es, die Anreize der DRG-basierten Vergütung in Hinblick auf die Beatmungsbehandlung zu untersuchen und Faktoren zu identifizieren, die in der Lage sind, die Zunahme der Beatmungsfälle in den vergangenen Jahren zu erklären.

Material und Methoden

Zur Beantwortung dieser Fragen wurden Daten der DRG-Statistik des Statistischen Bundesamts und vom Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) veröffentlichte Daten im Hinblick auf die Entwicklung der Beatmungspatienten, der Beatmungsstunden, der Altersverteilung und der Beatmungs-DRGs mit den Methoden der deskriptiven und schließenden Statistik untersucht. Weiterhin wurden die Definitionen der Beatmungs-DRGs und die Veränderungen in der Beatmungsmedizin im Verlauf der Jahre 2005–2012 verglichen.

Ergebnisse

Seit Einführung der DRGs hat die Zahl der Beatmungsstunden und Beatmungspatienten bei gleichzeitig rückläufiger Mortalität zugenommen. Im gleichen Zeitraum setzte sich eine weniger invasive Beatmungsbehandlung durch. Die Altersverteilung hat sich zu höheren Altersgruppen hin verschoben.

Diskussion

Fortschritte in der Beatmungsmedizin führen dazu, dass durch eine weniger komplikationsbehaftete Behandlung beatmungspflichtige Patienten bei gleichzeitig verbesserter Überlebensrate schonender beatmet werden können. Nachhaltige Hinweise darauf, dass die Beatmungsdauer an den gruppierungsrelevanten Beatmungsintervallen ausgerichtet wird, fanden sich nicht. Hingegen besteht die Vermutung, dass der Zeitpunkt der Beendigung der Beatmungsbehandlung erheblich durch stationsinterne Abläufe beeinflusst wird.

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