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TU Berlin

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Das österreichische Gesundheitssystem - Akteure, Daten Analysen / Austria Health system review

Autoren
Bachner F, Bobek J, Habimana K, Ladurner J, Lepuschütz L, Ostermann H, Rainer L, Schmidt A, Zuba M, Quentin W, Winkelmann J
Verlag
European Observatory on Health Systems and Policies
2019, 20(3): 1 - 288

Zusammenfassung

Lupe

Die vorliegende Analyse des österreichischen Gesundheitssystems beleuchtet aktuelle Entwicklungen in den Bereichen Organisation, Verwaltung, Finanzierung, Versorgung, Reformen und Leistungsfähigkeit des Gesundheitssystems. Die sich seit 2013 in Umsetzung befindliche große Reform steht dabei im Mittelpunkt. Das zentrale Anliegen dieser Reform, in deren Rahmen ein neues Steuerungssystem eingeführt wurde, ist die Stärkung der Koordination und Zusammenarbeit verschiedener Regierungsebenen und Selbstverwaltungsorgane durch die Förderung einer gemeinsamen Planung und Entscheidungsfindung sowie in Ansätzen auch einer gemeinsamen Finanzierung. Trotz dieser Anstrengungen ist die organisatorische und finanzielle Struktur des österreichischen Gesundheitssystems nach wie vor komplex und uneinheitlich.

Die österreichische Bevölkerung weist einen guten Gesundheitszustand auf. Die Lebenserwartung bei Geburt liegt über dem EU-Durchschnitt und die niedrige vermeidbare Sterblichkeit zeigt, dass das Gesundheitswesen effektiver ist als in den meisten EU-Ländern. Dennoch ist die Zahl der Menschen, die an Herz-Kreislauf-Erkrankungen und an Krebs sterben, im Vergleich zum EU-28-Durchschnitt hoch. Tabak- und Alkoholkonsum stellen die größten Gesundheitsrisikofaktoren dar. Der Tabakkonsum ist im letzten Jahrzehnt nicht wie in den meisten EU-Ländern zurückgegangen und liegt aktuell deutlich über dem EU-28-Durchschnitt.

In Bezug auf die Leistungsfähigkeit bietet das österreichische Gesundheitssystem einen guten und niederschwelligen Zugang zu Gesundheitsleistungen. Die österreichische Bevölkerung verzeichnet einen der niedrigsten unerfüllten Bedarfe an medizinischer Versorgung innerhalb der EU. Praktisch die gesamte Bevölkerung ist durch die soziale Krankenversicherung abgesichert und hat Zugang zu einem breitgefächerten Leistungsangebot. Dennoch könnten die zunehmenden Unterschiede zwischen der Anzahl an Vertragsärzten und Wahlärzten zu sozialen und regionalen Ungleichheiten beim Zugang zur Gesundheitsversorgung beitragen. Das österreichische Gesundheitssystem ist relativ kostenintensiv. Es ist stark auf die intramurale Versorgung fokussiert, was sich an einer hohen Nutzung stationärer Leistungen und einem Ungleichgewicht in der Ressourcenallokation zwischen dem Krankenhaussektor und dem extramuralen Sektor zeigt. Daher zielen die laufenden Reformen darauf ab, das Wachstum der Gesundheitsausgaben der öffentlichen Hand durch eine Ausgabenobergrenze zu senken und die übermäßige Nutzung stationärer Leistungen zu verringern. Die Effizienz der intramuralen Versorgung hat sich während der Reformperiode verbessert, jedoch stellt die fragmentierte Finanzierung zwischen dem intra- und dem extramuralen Sektor nach wie vor eine Herausforderung dar. Aktuelle Bemühungen, die darauf abzielen, die Primärversorgung nach neuem Modell flächendeckend auszubauen, sind ein wichtiger Schritt, um Tätigkeiten aus dem großen und kostenintensiven Krankenhaussektor zu verlagern und die Qualifikationsprofile und Einsatzbereiche der medizinischen Fachkräfte zu erweitern.

Abstract

Lupe

The Austrian population has a good level of health. Life expectancy at birth is above the EU average and low amenable mortality rates indi-cate that health care is more effective than in most EU countries. Yet, the number of people dying from cardiovascular diseases and cancer is high compared to the EU-28 average. Tobacco and alcohol represent the major health risk factors. Tobacco consumption has not declined over the last decade like in most other EU countries and lies well above the EU-28 average.

In terms of performance, the Austrian health system provides good access to health care services. Austria’s residents report the lowest levels of unmet needs for medical care across the EU. Virtually all the popu-lation is covered by social health insurances and enjoys a broad benefit basket. Yet, rising imbalances between the numbers of contracted and non-contracted physicians may contribute to social and regional ine-qualities in accessing care. The Austrian health system is relatively costly. It has a strong focus on inpatient care as characterized by high hospital utilization and imbalances in resource allocation between the hospital and ambulatory care sector. The ongoing reforms therefore aim to bring down publicly financed health expenditure growth with a global budget cap and reduce overutilization of hospital care. Efficiency of inpatient care has improved over the reform period but the fragmented financing between the inpatient and ambulatory sector remain a challenge. Current reforms to strengthen primary health care are an important step to further shift activities out of the large and costly hospital sector and improve skill mix within the health workforce.

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